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Rom

Albaner sollen Flüchtlinge von Italien fernhalten

Nach der Grenzschließung auf dem Balkan wird mit einer Wiederbelebung der Italien-Route gerechnet. Rom will Albanien bei der Grenzsicherung helfen.

11.03.2016
  • BETTINA GABBE

Je mehr Länder des Westbalkans ihre Grenzen für Flüchtlinge schließen, desto näher rückt für Italien die Wiederkehr des Horrorszenarios der 90er Jahre. Anstatt zehntausender Albaner drohen nun Flüchtlinge aus Griechenland über die Adria nach Apulien zu gelangen. Anders als die Bürger des Balkanlandes, die nach dem Ende des Sozialismus in überladenen Frachtern nach Italien strömten, dürften diese sich allerdings weiter auf den Weg nach Deutschland machen.

Bis zu 140 000 in Griechenland gestrandete Migranten könnten in den kommenden Monaten nach Einschätzung des italienischen Innenministeriums versuchen, die Straße von Otranto zu überqueren. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Regierung in Rom fieberhaft an Hilfen für die albanische Grenzsicherung. Im Gegenzug werde Albanien die Schleuserkriminalität bekämpfen, lautet die Hoffnung. Gleichzeitig bemüht Rom sich um den Ausbau der Aufnahmekapazitäten. Viele Gemeinden verweigern jedoch die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften.

Italien liegt an einigen Stellen nur knapp 50 Seemeilen von Albanien entfernt. Diese Distanz könnten die früher für den Drogen- und Zigarettenschmuggel genutzten Schlauchboote innerhalb einer Nacht zurücklegen. Kaum einer der in Griechenland gestrandeten Flüchtlinge ist bereit, freiwillig in die Heimatländer zurückzukehren. Da mit Mazedonien und Kroatien weitere Alternativrouten nach Norden unpassierbar geworden sind, bleibt die Fahrt über die Adria nach Italien eine der letzten Ausweichmöglichkeiten.

Sollte der Zustrom aus der Türkei über Griechenland aufgrund der jüngsten Angebote Ankaras allerdings tatsächlich zum Erliegen kommen, dürften Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien erneut den Weg über Libyen nach Lampedusa nehmen. Auf der vor Tunesien gelagerten italienischen Insel sank der Zustrom im vergangenen Jahr beträchtlich. Doch noch immer kamen insgesamt 80 000 Menschen auf schrottreifen Booten über das südliche Mittelmeer. Mangels staatlicher Strukturen in der ehemaligen italienischen Kolonie ist auch künftig nicht mit effektiven Grenzkontrollen zu rechnen.

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11.03.2016, 08:30 Uhr
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