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Al Ahwar

Al Ahwar

Dokumentarfilm aus dem Jahr 1975 über über das Marschland an Euphrat und Tigris im Süden des Irak.

Irak

Regie: Kassem Hawal


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05.10.2015
  • Festivalinfo

Inhalt: Kassem Hawal drehte 1975 diesen Dokumentarfilm über die Landschaft seiner Kindheit, dem Marschland im Süden des Irak, einem Gebiet von Sümpfen, Flussarmen und einer einzigartige Kulturlandschaft an Euphrat und Tigris, der allgemein als Garten Eden und Wiege der westlichen Zivilisation gilt. Der Film gehört zu den Klassikern des irakischen Kinos und zeigt den paradiesischen Landstrich der mesopotamischen Sümpfe noch vor der Vertrocknung. Das Regime Saddam Husseins, ließ die einmalige Landschaft zu einer unfruchtbaren, wüstenähnlichen Region mit salzverkrusteten Böden degenerieren.

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05.10.2015, 12:00 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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