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Stuttgart

Akustischer Stolperstein erinnert an «Euthanasie»-Opfer

Über 800 Stolpersteine erinnern inzwischen in Stuttgart an Nazi-Opfer - am Freitag kam der erste akustische hinzu: Am Eingang des neuen Stuttgarter Stadtmuseums ermöglicht eine wetterfeste Hörstation des Medienkünstlers und Filmregisseurs Jürgen Czwienk, mehr über die traurige Geschichte der Stuttgarterin Klara Leucht (1924-1941) zu erfahren.

06.07.2018

Von dpa/lsw

Stuttgart. Im Alter von 17 Jahren wurde das Mädchen aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Behinderung von den Nazis ermordet.

Vertonte Briefe ihrer Eltern und amtliche Stellungnahmen des Arztes sollen Einblick geben in die Unmenschlichkeit des «Euthanasie»-Programms der Nazis. Hinter dem Begriff «Euthanasie» (griechisch: schöner Tod) verbarg sich der organisierte Massenmord an seelisch leidenden, körperlich oder geistig behinderten Menschen und an chronisch Kranken. Ärzte in Pflege- und Heilanstalten sonderten ihre Opfer als «lebensunwertes Leben» aus. In der amtlichen Sterbeanzeige von 1941 heißt es zur Todesursache: «Lungenentzündung bei Idiotie».

Derweil wächst auch die Zahl der klassischen Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Stuttgart weiter. Vor dem letzten Wohnort von Klara Vetter (1908-1943) im Stadtteil Feuerbach wird Demnig nächste Woche auch einen herkömmlichen Stolperstein - eine Messingplatte mit Lebensdaten - in den Gehweg setzen. Auch Klara Vetter war geistig behindert und ein «Euthanasie»-Opfer. Europaweit erinnern Demnigs Steine an die Opfer des Nationalsozialismus'.

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Erstellt:
6. Juli 2018, 17:42 Uhr
Aktualisiert:
6. Juli 2018, 18:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Juli 2018, 18:00 Uhr

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