Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Landesregierung könnte Vorhaben noch kippen

Aktionäre stimmen für Fusion der Börsen

Die Aktionäre der Frankfurter Börse wollen mehrheitlich den Zusammenschluss mit London. Der Brexit stimmt allerdings die Politik skeptisch.

04.08.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Gut 63 Prozent des Stimmkapitals der Deutschen Börse AG haben dem Fusionsplan mit der Londoner Börse zugestimmt. Damit ist das Vorhaben aus Sicht der Aktionäre durch. Eigentlich war die Frist schon am 12. Juli abgelaufen. Da zeichnete sich aber keine Zustimmung ab, zumal die Hürde bei 75 Prozent lag. Also hat Börsen-Chef Carsten Kengeter die Frist um zwei Wochen verlängert und die Hürde auf 60 Prozent gesenkt. Jetzt sei das Ziel erreicht. Bis 12. August läuft die „Zaunkönigphase“: Weitere Aktionäre sollen ihr Votum abgeben.

Börsen-Chef Kengeter hatte 90 Prozent und mehr erwartet. Schließlich hatten die Aktionäre der Londoner Börse mit fast 99 Prozent zugestimmt. Aber die Entscheidung für den Brexit kommt dem Vorhaben in die Quere. Ein von beiden Börsen besetzter Referendumsausschuss soll sich jetzt mit den möglichen Folgen beschäftigen. Hauptknackpunkt ist der geplante Sitz der Obergesellschaft in London und damit künftig außerhalb der EU. In Frankfurt gibt es massive Vorbehalte, die Landesregierung hat ihre große Skepsis wiederholt bekundet.

Aber erst einmal ist die EU-Kommission in Brüssel am Zug. Sie muss das Vorhaben unter Wettbewerbsaspekten bewerten und genehmigen. Das Votum aus Brüssel könnte noch in diesem Jahr positiv ausfallen. Über den Sitz der Börse habe Brüssel nicht zu entscheiden. Und dass die Obergesellschaft in London sitzen soll und dann nach britischem Recht außerhalb der EU organisiert wäre, stehe der Fusion auch nicht entgegen, sagt der Frankfurter Finanz-Professor und Fusions-Experte Christoph Schalast.

Dieter Hein, Experte beim Analysehaus Fairesearch, ist sich nicht so sicher. Die wettbewerbsrechtliche Beurteilung von Börsen sei immer schwierig, weil ihr Geschäftsmodell an sich schon eine Tendenz zum Monopol habe.

Später kommt die hessische Landesregierung ins Spiel. Sie ist für die Aufsicht der Frankfurter Börse zuständig. „Gegenwind dürfte es eher hier geben. Die Börsenaufsicht könnte die geplante Struktur und damit auch die Fusion untersagen, wenn sie glaubt, dass dadurch die Funktion und vor allem die Entwicklungsmöglichkeiten für den Börsenbetrieb in Frankfurt behindert werden“, sagt Schalast. Auch Hein ist skeptisch.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

04.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Sozialwohnungen Offensive mit einem Haken
Angelika Bachmann über eine Erkenntnis 30 Jahre nach dem Abitur Sechs Algorithmen in einem karierten Schulheft
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular