Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Ministerin Bauer sieht Südwesten gespalten

AfD sei nationalistisch und rückwärtsgewandt

AfD-Aufschwung und heftige Polarisierung: Wissenschaftsministerin Bauer (Grüne) sieht das Land vor der Wahl im März gespalten.

15.02.2016
  • DPA

Stuttgart. Die Grünen-Politikerin und baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sieht die Gesellschaft vor der Landtagswahl am 13. März gespalten. "Es gibt in der Tat eine Polarisierung", sagte Bauer in Stuttgart.

Das spiegelt sich auch im veränderten Zuspruch der Parteien im Südwesten: Vor der Abstimmung sind einerseits die Umfragewerte der regierenden Grünen gestiegen - aber andererseits auch die der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD). Dagegen mussten die SPD, die mit den Grünen regiert, und die oppositionelle CDU als insgesamt stärkste Kraft im Land empfindliche Einbußen hinnehmen. Es wird erwartet, dass die AfD zum ersten Mal im Landtag vertreten sein wird.

Nach dem Lesen des AfD-Wahlprogramms warf Bauer dem politischen Gegner eine "tiefe Sehnsucht nach Vergangenheit" vor. "Das Programm ist mit einer nationalistischen und mit einer gesellschaftlichen Retro-Perspektive aufgesetzt", sagte die Abgeordnete aus Heidelberg.

Das Ergebnis der Wahl im Südwesten werde zeigen, ob es "einen relevanten Teil der Gesellschaft gibt, der offenkundig nicht zurechtkommt mit der Globalisierung und mit der Aufweichung von Familienbildern und tradierten Geschlechterrollen".

Bauer zeigte sich zudem besorgt wegen der "antieuropäischen Kraft", die sich in vielen Ländern zusammenballe. "Europa steht derzeit auf der Kippe", mahnte sie. "Wir müssen sehr viel deutlicher um Akzeptanz und Mehrheiten ringen."

Mit Blick auf die Flüchtlingsdebatte betonte Bauer, dass sich die Grünen bereits in den 1980er Jahren vom einstmals verfolgten Konzept der völlig offenen Zuwanderung verabschiedet hätten. Stattdessen solle es einen geregelten Zugang durch ein modernes Einwanderungsgesetz geben. "Wir brauchen steuerbare Zuwanderung. Ein Einwanderungsgesetz ohne gleichzeitige Definition von Grenzen funktioniert nicht", sagte sie. Die Partei stehe demnach heute vielmehr für eine pragmatische Einwanderungspolitik.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

15.02.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular