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Ärmere leiden häufiger unter Übergewicht und Diabetes
Kekse schmecken gut, machen aber eindeutig dick. Foto: Monkey Businesss/fotolia.com
Keine großen Unterschiede mehr bei der Gesundheit zwischen West- und Ostdeutschland

Ärmere leiden häufiger unter Übergewicht und Diabetes

Drei von vier Bundesbürgern fühlen sich gesund. Aber es gibt Herausforderungen. So nimmt die Zahl der Übergewichtigen und Diabeteskranken zu.

04.12.2015
  • DIETER KELLER

Berlin. Den Menschen in Deutschland geht es gut - besser als vor 20 Jahren. Dieses Fazit zieht der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, aus dem Bericht "Gesundheit in Deutschland", den sein Bundesinstitut zum dritten Mal nach 1998 und 2006 vorgelegt hat.

Im Gegensatz zu den früheren Berichten gibt es keine großen Unterschiede mehr zwischen West- und Ostdeutschland, freute sich Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei der Vorstellung in Berlin. Als Maßstab nimmt er die Lebenserwartung, die bei Frauen im Osten nur noch 0,2 Jahre niedriger ist und bei Männern 1,3 Jahre. Im Bundesdurchschnitt wird ein heute geborenes Mädchen 82,7 Jahre alt, ein Junge 77,7 Jahre. Zu Wendezeiten war das Gesundheitsverhalten noch sehr unterschiedlich. So wurde im Osten viel Fleisch, aber wenig Obst und Gemüse gegessen. Zudem hätten sich die körperlichen Aktivitäten verbessert, erklären die Experten die positive Entwicklung.

Regionale Unterschiede gibt es aber noch heute, im Westen wie im Osten: In ärmeren Regionen mit höherer Arbeitlosigkeit und Armutsrisiko ist die Lebenserwartung deutlich niedriger als in florierenden wie großen Teilen von Baden-Württemberg und Bayern.

Bundesweit zeigt sich: Menschen mit niedrigem Sozialstatus sterben deutlich früher. Bei Männern beträgt der Unterschied zwischen dem Fünftel mit dem niedrigsten und dem höchsten Einkommen fast elf Jahre, bei Frauen über acht Jahre. Dass die Gesundheit entscheidend von der sozialen Lage abhängt, ist für Wieler eine der wichtigsten Entwicklungen neben der alternden Bevölkerung. Dabei prägt schon der Status des Elternhauses für das weitere Leben.

Das zeigt die Entwicklung bei Diabetes, die Gröhe besorgniserregend nennt: 6,7 Millionen Bundesbürger leiden unter dieser Volkskrankheit. Mehr als jeder Fünfte weiß das allerdings nicht. Der deutliche Anstieg in den letzten Jahren ist nur zum Teil mit der alternden Bevölkerung zu erklären. Ein weiterer Faktor dürfte ein zunehmend riskanter Lebensstil sein, insbesondere krankhaftes Übergewicht. Darunter leiden fast jeder vierte Erwachsene sowie etwa sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen. Besonders bei jungen Männern und bei Minderjährigen hat der Anteil deutlich zugenommen. Dabei gibt es einen eindeutigen Zusammenhang: Je niedriger der soziale Status, desto häufiger tritt krankhaftes Übergewicht auf. Um das Problem genauer zu untersuchen, soll das Robert-Koch-Institut ein nationales Diabetes-Überwachungszentrum aufbauen.

Bei anderen Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Entwicklung positiv, auch wenn sie weiterhin die häufigste Todesursache sind. Ebenso gibt es bei vielen Krebsarten Erfolge. Insgesamt bewerten etwa drei Viertel der Bundesbürger ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut.

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04.12.2015, 08:30 Uhr
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