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"Frechheit" von der AfD

Ärger vor Parteitag: Horber OB sauer wegen angeblichem Grußwort

Grußworte, die es nicht gibt, Gegendemonstranten, die sich verunglimpft fühlen: In Horb sorgt der AfD-Landesparteitag im Vorfeld für Irritationen.

24.10.2015
  • DAGMAR STEPPER VINCENT MEISSNER (MIT DPA)

Horb/Karlsruhe Rund 600 Mitglieder erwartet die rechtskonservative AfD zu ihrem Landesparteitag am Wochenende in Horb (Kreis Freudenstadt). In der Stadt ist am Samstag auch eine Gegenkundgebung unter dem Motto "Frieden, Willkommen und Respekt für alle" geplant. "Wir sehen diese Proteste gelassen und hoffen, dass es seitens extrem linker Teilnehmer nicht zu Gewalttaten gegen AfD-Mitglieder oder Gäste des Parteitags kommen wird", sagte AfD-Landessprecher Jörg Meuthen, der auch designierter Spitzenkandidat ist.

Ärger vor Parteitag: Horber OB sauer wegen angeblichem Grußwort
Abstimmen oder Stimmung machen? Die AfD tagt in Horb. Foto: dpa

Dieses Zitat macht Viviana Weschenmoser wütend. Die 28-jährige Mitveranstalterin der Kundgebung will nichts mehr von der "linken Hetze" hören. Meuthen würde hier "strafrechtliche Anschuldigungen" verbreiten. "Die AfD-Mandatsträger können ihren demokratischen Rechten nachkommen", sagt die angehende Juristin. Die Veranstalter hoffen, dass sich am Samstag mindestens 200 Teilnehmer zur Kundgebung einfinden. Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger (CDU) wird am Samstag auch bei der Kundgebung sein. "Die AfD glänzt nicht mit Argumenten, sondern mit Diffamierung", sagt er - und spricht aus Erfahrung. Denn die AfD hat lanciert, dass er ein Grußwort bei ihrem Parteitag sprechen würde. "Das ist eine Frechheit, die sich die AfD zu eigen gemacht hat." Ein Grußwort würde er bestimmt nicht halten. Derweil senden die beiden "Republikaner" im Horber Gemeinderat ein Grußwort an den AfD-Parteitag. Rosenberger hätte sich den Ärger in der städtischen Halle gern erspart. Aber: "Die AfD hat einen Anspruch darauf", sagt der OB.

In Karlsruhe musste die AfD eine geplante Veranstaltung mit Bundesvorstand Alexander Gauland indes absagen. Zunächst hatte das Clubhaus des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC die Zusage für die Veranstaltung am Freitagabend unter dem Titel "Mut zur Wahrheit - das Scheitern der alternativlosen Politik" zurückgezogen. Die Suche nach anderen Räumen sei dann erfolglos geblieben, teilte der AfD Kreisverband gestern Mittag mit. Der KSC hatte dem Clubhauswirt empfohlen, der AfD keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die AfD-Abspaltung "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (Alfa) sieht ihre ehemalige Mutterpartei indes immer weiter in eine "hetzerisch-völkische" Richtung abdriften. Zeichen dafür sei der Auftritt des Thüringer AfD-Fraktionschefs Björn Höcke in der Talk-Show von Günter Jauch gewesen. "Das war einfach nur noch unanständig, was Björn Höcke da abgeliefert hat", betonte Alfa-Vizelandeschef Ronald Geiger in Stuttgart. "Bezeichnend ist jedoch: Kein AfD-Verantwortlicher hat eine abweichende Meinung dazu geäußert. Jedenfalls hatte bisher keiner den Mumm, etwas zu sagen." Höcke gebe inzwischen unwidersprochen den Ton bei der AfD an, sagte Geiger, der früher AfD-Landesvize war.

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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