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Eine bunte Abschieds-Soiree für den Rektor der Französischen Schule

Ade im blauen Zirkuszelt

Ein paar hundert Kinder und Eltern sowie Oberbürgermeister Boris Palmer feierten am Freitag in der Französischen Schule Abschied mit Rektor Paul-Gerhard Jud. Seine Nachfolgerin ist Konrektorin Doris Hertkorn-Gärtner.

27.07.2009
  • DOROTHEE HERMANN

<strong>Tübingen.</strong> Oberbürgermeister Boris Palmer lobte „die erfolgreiche Pionierarbeit“ des Reformpädagogen Paul-Gerhard Jud. Seit 1995 leitete Jud die Französische Schule in der Südstadt. „Sie hat als erste Schule in Tübingen Hort und Schule vorbildhaft zu einem Ganztags-Angebot verbunden.“ Das sagte Palmer bei der bunten Abschieds-Soiree für den Rektor im blauen Zirkuszelt auf dem Schulgelände. Dessen mehrfach ausgezeichnetes reformpädagogisches Konzept sieht unter anderem altersgemischte Lerngruppen vor.

Zum Abschied hätte sich der Rektor gewünscht, dass das besondere Schulleben an der Französischen Schule künftig nicht nach der vierten Klasse endet, sondern zu einer Sekundarschule bis zur zehnten Klasse ausgebaut wird. Über den entsprechenden Antrag ist noch nicht entschieden. Aber: „Wir können vielleicht optimistisch sein“, sagte Schulrat Hans Joachim Kopf vom Staatlichen Schulamt Tübingen. „Die Französische Schule ist unverwechselbar“, sagte er. Jud habe sie 14 Jahre lang geprägt. Seine Nachfolgerin Doris Hertkorn-Gärtner, bisher Konrektorin, habe „die Entwicklung der Schule seit 1996 wesentlich mitgestaltet“, so der Schulrat.

Hertkorn-Gärtner wird die reformpädagogische Grundhaltung beibehalten. „Im Zentrum steht nicht der Lehrer, sondern das Kind“, betonte sie. Als bekannt wurde, dass sie künftig Schulleiterin wird, erreichten sie besorgte Fragen von Schülern: „Bist du dann nicht mehr für uns da?“ Ihre Antwort: „Natürlich arbeite ich gerne weiter mit euch. Ich bin für euch weiterhin da, aber auch für alle anderen Schüler unserer Schule.“ Die gute Zusammenarbeit mit „allen vorschulischen Einrichtungen“ sowie der Grundschule am Hechinger Eck und der Hügelschule will Hertkorn-Gärtner fortsetzen. Für eine erfolgreiche Arbeit brauche sie die Unterstützung der Eltern, sagte die Pädagogin. „Denn Schule allein kann nicht alles leisten. Erziehung und Bildung der Kinder ist unsere gemeinsame Aufgabe.“

Eine gute Schule benötige eine gute Ausstattung, so Hertkorn-Gärtner. Sie vertraue auf die Stadt, „dass der Rotstift nicht bei der Bildung angesetzt wird“. Von einer Sekundarschule, zunächst als Schulversuch, verspricht sie sich mehr Chancen für benachteiligte Kinder.

Das Lernklima an der Französischen Schule sei „wie in einer großen Familie“, sagte ein Vater in einem aktuellen Filmporträt der Schule, das die Reutlinger Fakultät für Sonderpädagogik gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg drehte. Die Schule versuche, alle Kinder zu integrieren, statt eine Selektion nach Leistung vorzunehmen, so der Mann weiter.

„Fast alle Kinder erleben in ihrem Lernen Schwankungen“, kommt Rektor Jud im Film persönlich zu Wort. Eine Schule könne das ausgleichen, „wenn die Klassengemeinschaft gut ist“. Prof. Thorsten Bohl vom Institut für Erziehungswissenschaften der Uni Tübingen lobte „Mut, Innovation und Experimentierfreude“ an der Schule. Der Schulchor unter der Leitung von Anne Tübinger und Susanne Haas bot ein dreisprachiges Ständchen dar.

Ade im blauen Zirkuszelt
Rektor Paul-Gerhard Jud (rechts) von der Französischen Schule verabschiedet sich. Doris Hertkorn-Gärtner wird seine Nachfolgerin. Bild: Franke

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27.07.2009, 12:00 Uhr
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