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Achtung, Tüten-Kontrolle

17.07.2018

Von KATHRIN KAMMERER

Augen zu und durch aber immer eine Tüte in Reserve behalten: Mannheim zieht gegen Hundekot-Sünder härtere Bandagen an. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Mannheim. Wenn der Hund Kacka macht und das Herrchen den Haufen nicht wegräumt, dann sieht das eklig aus und bleibt am Schuh kleben. Im Kreis Waldshut erleichterte sich jüngst ein Hund auf dem Grundstück des Nachbarn. Dieser war daraufhin so erbost, dass er dem Halter den Haufen zurück in den Briefkasten steckte. Die beiden Männer prügelten sich, und die Polizei musste zwei Mal anrücken.

In Deggingen (Landkreis Göppingen) schlug der Gemeinderat im vergangenen Jahr vor, alle Hunde in einer DNA-Datenbank zu erfassen. Herrenlose Kot-Haufen könnten so problemlos zugeordnet werden. In Offenheim (Rheinland-Pfalz) rief der Ortsbürgermeister gar dazu auf, Kot-Sünder zu fotografieren und zu melden.

Mannheim hatte zunächst die kostenlos verteilten Kot-Tüten drastisch aufgestockt. Nun will die Stadt sogar noch die Polizeiverordnung ändern. Wer bei einer Kontrolle in Zukunft keine Kot-Tüte vorweisen kann, der muss mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Herrchen und Frauchen müssen in Zukunft also mindestens zwei Tüten einpacken (wenn der Hund oft muss, noch mehr): Eine für den echten Haufen und eine, die sie bei einer möglichen Kontrolle immer noch den Beamten vorzeigen können.

Der Haken an diesem Anti-Tretminen-Plan: Es wird schwer sein, die Hundehalter auf frischer Tat zu ertappen. Denn diese – und das gibt die Mannheimer Stadtverwaltung zu – begehen eine solche Ordnungswidrigkeit wohl eher nicht, wenn uniformiertes Personal in Sicht ist. Kathrin Kammerer

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Erstellt:
17. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2018, 06:00 Uhr

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