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Zur Person: Hans Küng

Abschied von großer Bühne

Er gilt als einer der größten Papst- und Kirchenkritiker. Bald wird der Theologe Hans Küng 85 Jahre alt. Für ihn ein Grund, die große Bühne zu verlassen.

20.10.2012
  • KNA, EPD

"Bewahren Sie trotz berechtigten Zorns und Resignation die Hoffnung auf eine Kirche, die wieder mehr aus dem Evangelium lebt. Ich werde meine Träume nie aufgeben, aber sie müssen nun von einer neuen Generation gelebt werden." Hans Küng - der wohl bekannteste katholische Theologe der vergangenen Jahrzehnte - hat sich die voll besetzte Frankfurter Paulskirche für sein kirchenpolitisches Vermächtnis ausgesucht. Dort tagt derzeit die erste deutsche Konziliare Versammlung. Der Schweizer kündigte an, zu seinem 85. Geburtstag im März kommenden Jahres von der großen Bühne abtreten zu wollen. Damit muss die katholische Reformbewegung schon bald ohne eine ihrer Leitfiguren auskommen.

Der Professor für Ökumenische Theologie war nach Frankfurt gekommen, um über die Reformen in der katholischen Kirche, Feminismus und Kirche, die Befreiungstheologie, über Migration, Globalisierung und die Bewahrung der Schöpfung zu sprechen.

Nach Auffassung von Küng, der während der von 1962 bis 1965 dauernden Bischofsversammlung in Rom theologischer Berater des Rottenburger Bischofs Karl-Josef Leiprecht war, befindet sich die katholische Kirche in der größten Glaubens-, Vertrauens-, Autoritäts-, Führungs- und Vermittlungskrise ihrer Geschichte.

Küng regte an, mit den Kirchenleitungen Zwischenlösungen anzustreben, etwa in der Frage der Ehelosigkeit von Priestern. "Man könnte den Zwangszölibat zum Beispiel durch eine freiwillige Ehelosigkeit ersetzen." Auch wenn er selbst nicht mehr in vorderster Reihe stehen will, rief Küng den Zuhörern Ermutigungen zu: "Vertraut auf die Macht der Tat." Und schob die Frage nach, "ob nicht nach dem arabischen ein katholischer Frühling" kommen könne. Die Antwort bringt die Zukunft.

Abschied von großer Bühne
Will sich in den Hintergrund zurückziehen: Hans Küng

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20.10.2012, 12:00 Uhr
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