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Big Bang Theory

Abschied von den schrägen Nerds im Herbst

In den USA läuft die letzte Folge der Kultsitcom „The Big Bang Theory“ um vier schrullige Wissenschaftler und ihre Frauen. In Deutschland kommt das Ende im Herbst ins Fernsehen.

14.05.2019

Von CORNELIA WYSTRICHOWSKI

Im Mittelpunkt der Serie steht der Physiker Sheldon (Jim Parsons, rechts). Treu an seiner Seite: die schräge Amy (Mayim Bialik). Foto: © 2016 Warner Brothers

Er ist der vielleicht schrulligste Serienheld aller Zeiten, doch jetzt verschwindet Dr. Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons) vom Bildschirm: Die Kultserie „The Big Bang Theory“ über den weltfremden Wissenschaftler und seine Freunde wird eingestellt. In den USA läuft das einstündige Finale der Nerd-Sitcom am 16. Mai beim Sender CBS, in Deutschland zeigt Pro 7 das Serienende im Herbst.

Die letzte Episode des 2007 gestarteten Dauerbrenners, eine Doppelfolge, wird von der riesigen weltweiten Fangemeinde mit Spannung erwartet. Sie wurde Ende April vor Live-Publikum aufgezeichnet, dabei wurden die Zuschauer zur Geheimhaltung verpflichtet: Wie es mit der Nerd-Clique um den genialen Physiker Sheldon endet, soll erst ganz zuletzt mit einem Big Bang, einem wahren Knalleffekt, enthüllt werden.

Und so hatte vor zwölf Jahren alles angefangen: Der geniale Sheldon teilte sich eine WG mit seinem fast genauso klugen und kindischen Kollegen Leonard Hofstadter (Johnny Galecki), beides Forscher an der Universität von Pasadena. Als gegenüber die lebenslustige Penny (Kaley Cuoco) einzog, verknallte sich Leonard sofort in die Kellnerin eines Käsekuchenlokals – nach anfänglichen Schwierigkeiten sind die attraktive Blondine und der schüchterne Comicfan längst ein Ehepaar, und der exzentrische Sheldon ist mit der nüchternen Neurobiologin Amy (Mayim Bialik) verheiratet. Auch ihre Freunde, der schräge Wissenschaftler Howard (Simon Helberg) und der der verklemmte Raj (Kunal Nayyar), haben inzwischen Erfolg bei den Frauen.

Das 2009 auch in Deutschland gestartete „TBBT“ gilt als die meist gestreamte Serie der Welt und ist ein enormer Erfolg für die Macher – andere sagen: eine Gelddruckmaschine. Der Fernsehspaß mit Sheldon („Bazinga!“) läuft in 180 Ländern, Experten zufolge brachte jede der zwölf Staffeln dem US-Sender CBS zwischen 125 und 150 Millionen US-Dollar ein. Die Hauptdarsteller wurden mit der Serie reich, so scheffelte Publikumsliebling Jim Parsons dem Vernehmen nach etwa 24,5 Millionen Dollar.

Ausgerechnet der Sheldon-Darsteller soll der Grund dafür sein, dass der Kassenschlager nun eingestellt wird – der Schauspieler hatte seinen Ausstieg angekündigt, weil er das Format für auserzählt hält, und ohne seine beliebte Figur macht die Sitcom keinen Sinn mehr.

Viele Fans sind über das Aus kreuzunglücklich. Für sie ist es nur ein schwacher Trost, dass die Wiederholungen der zahlreichen Episoden im Fernsehen rauf und runter laufen, und auch der populäre Serienableger „Young Sheldon“, der sich um die Kindheit von Sheldon dreht, ist kein Ersatz für sie. Etliche Kenner von „The Big Bang Theory“ („Die Urknalltheorie“) sagen aber auch: Das Ende kommt eher zu spät als zu früh, weil den Machern der anfangs so liebenswerten und spritzigen Serie schon länger keine schönen Geschichten mehr eingefallen waren, „TBBT“ sich seit einer Weile nur noch selber zitierte.

Spekulationen über die Handlung der 279. und letzten Episode gibt es zuhauf, seit CBS die Einstellung des Formats bekannt gegeben hat. Die Hauptdarsteller nährten die Gerüchte fröhlich mit – zuletzt war es Kaley Cuoco, die nach der Aufzeichnung des Finales schwärmte: „Es ist so berührend. Man wird weinen, aber auf die süßeste Art und Weise.“ Für die von ihr gespielte Penny gehe alles gut aus: „Es gibt keine Katastrophen, es ist einfach wunderschön.“

Nach dem Ende der Aufzeichnung durften sich die Stars in Hollywood mit einem Handabdruck im Zement vor dem Chinese Theatre verewigen – „TBBT“ ist die erste Fernsehserie, der diese Ehrung zuteil wurde.

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Erstellt:
14. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 06:00 Uhr

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