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Abschied vom Öko-Siegel für Holz
Weiter FSC-Holz aus dem Staatswald? Minister Peter Hauk. Foto: Matthias Kessler
Wald-Zertifizierung

Abschied vom Öko-Siegel für Holz

Der Zertifizierer Forest Stewardship Council (FSC) verliert mit Greenpeace sein prominentestes Mitglied.

03.04.2018
  • Jens Schmitz

Stuttgart. Greenpeace International gab letzte Woche bekannt, dass es das Bewertungssystem für nachhaltige Forstwirtschaft verlässt. Nationale Gruppierungen sollten selber entscheiden, ob sie beim internationalen Holz-Zertifizierer Forest Stewardship Council (FSC) weiter mitmachen. Auf Anfrage erklärte nun auch Greenpeace Deutschland, dass es seine FSC-Mitgliedschaft beenden werde. Ein herber Schlag für den in Merzhausen bei Freiburg ansässigen FSC Deutschland.

Der FSC ist das strengste der etablierten Waldzertifizierungssysteme; die Umweltorganisation Greenpeace war vor 25 Jahren Gründungsmitglied. Sie versprach sich von Bewirtschaftungsstandards mehr Schutz für Urwälder und Menschenrechte. Immer wieder gab es jedoch Kritik von Greenpeace, unter anderem daran, dass in Russland „unter dem Deckmantel des FSC systematisch Raubbau am Urwald betrieben wird“

Greenpeace International werde auch nicht bei einem anderen Holz-Zertifizierungssystem mitmachen, teilte die Organisation mit. „FSC wird überregional nicht einheitlich angewendet, besonders dort, wo es keine verantwortungsbewussten Führungsstrukturen gibt.“

Mit dem deutschen hat sich der wichtigste Greenpeace-Landesverband zum Austritt entschieden; der größte Teil des weltweiten Spendenaufkommens stammt aus der Bundesrepublik. „Wir wollen uns konsistent verhalten“, erklärt Greenpeace-Waldbeauftragter Christoph Thies. FSC sei das beste unter den Nachhaltigkeitszertifikaten und für heimische Hölzer auf jeden Fall zu empfehlen. Doch ob FSC-Holz aus dem Schwarzwald oder Karelien kommt: „Das kann ich leider noch nicht erkennen. Da ist die große Politik gefordert.“

In Baden-Württemberg haben die Grünen die FSC-Zertifizierung durchgesetzt. Die CDU von Forstminister Peter Hauk hat das PEFC-Verfahren favorisiert. Der Standard „Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes“ ist als Reaktion auf die FSC-Gründung entstanden; er gilt seit 2000 im deutschen Staatswald. Der Koalitionsvertrag enthält eine Kompromissformel: „Wir werden die beiden Zertifizierungssysteme im baden-württembergischen Staatswald fortsetzen und sie mit Blick auf die Multifunktionalität evaluieren.“ Die Evaluierung soll frühestens 2019 beginnen.

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03.04.2018, 06:00 Uhr
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