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Abgasskandal bremst Öko-Auto-Hitliste aus
Er gilt als eines der umweltfreundlichen Modelle: das E-Auto Peugeot ION Foto: Martin Hangen
Verkehrsclub VCD nennt erstmals nur allgemeine Kaufempfehlungen

Abgasskandal bremst Öko-Auto-Hitliste aus

Nach dem Abgasskandal verzichtet der Verkehrsclub VCD in diesem Jahr erstmals auf seine Hitliste der umweltfreundlichsten Pkw-Modelle.

17.08.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. In 25 Jahren hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) seine jährliche Auto-Umweltliste zu einem Markenartikel für alle gemacht, die einen besonders umweltfreundlichen neuen Pkw kaufen wollen. Doch der VW-Abgasskandal und jede Menge Tricksereien anderer Hersteller haben den VCD so verunsichert, dass er in diesem Jahr erstmals auf eine Hitliste verzichtet und nur allgemeine Empfehlungen gibt. Zwar war schon lange klar, dass die offiziellen Daten der Hersteller geschönt sind. Aber das Ausmaß der Manipulationen und Mauscheleien hat auch Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, überrascht.

Den Dieselmotor sieht er weitgehend im Aus, schon weil Daten aus dem echten Straßenverkehr fehlen. Bei den Benzinern müssten endlich Filter gegen den Ausstoß ultrafeiner Partikel eingebaut werden. Als Erfolg betrachtet er, dass Daimler und VW dies angekündigt haben. Vorläufig lautet allerdings sein Rat an Autokäufer: abwarten, bis bessere Daten bekannt sind, und notfalls erst mal einen kleinen Gebrauchtwagen mit Benzin-, Erdgas- oder Hybridantrieb anschaffen. Doch auch für alle, die sich nicht gedulden wollen oder können, hat er Ratschläge:

Für den Stadtverkehr Kleine energieeffiziente Benziner wie Citroën C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo, die technische Drillinge sind und auch unter realen Bedingungen nur gut 5 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen. Alternativen sind Autos mit Erdgasantrieb wie etwa der VW eco up und seine Geschwister bei Seat und Skoda. Allerdings sind sie über 2500 EUR teurer als die Basisversionen. Auch bei größeren Modellen kann Erdgas eine gute Alternative sein, etwa der Golf Variant oder der Mercedes B 200 c.

Für Pendler und Vielfahrer Hier sieht der VCD die letzte Nische für den Diesel, wenn die Daten zu Abgas und Verbrauch auf der Straße gemessen werden, transparent vorliegen und die Grenzwerte einhalten – was selten alles zutrifft. Alternativen können Erdgasfahrzeuge sein.

Für Hybrid-Fans Sie verbrauchen wenig und sind sauberer – und das sowohl bei Stadt- als auch bei Überlandfahrten. Für Autobahnen eignen sie sich nur, wenn die Richtgeschwindigkeit 130 eingehalten wird, sonst ist die Batterie zu schnell leer. Lottsiepen schwärmt vom Toyota Prius, den es inzwischen in der vierten Generation gibt und der mit sehr guten Verbrauchs- und CO2-Werten glänzt. „Einen vergleichbaren deutschen Pkw gibt es leider nicht.“

Für Liebhaber von Elektroautos Sie eignen sich nach Ansicht des VCD insbesondere für Fahrzeugflotten von Firmen, für Carsharing sowie für Pendler, die täglich mindestens 50 Kilometer zurücklegen. Rechnen kann sich dies, wenn sie den Strom bei ihrem Arbeitgeber kostenlos zapfen dürfen. Dagegen eignen sie sich unter Umweltgesichtspunkten nicht als Zweit- oder Drittauto mit geringer Fahrleistung. Denn die Batterieproduktion ist so aufwändig, dass man erst einmal 20 000 Kilometer mit grünem Strom fahren muss, bis die Umweltbelastung in ihrer Produktion ausgeglichen ist. Hier empfiehlt Lottsiepen den Peugeot iOn, der mit 19 390 EUR ebenso wie der baugleiche Citroën C-Zero aktuell das günstigste Elektroauto auf der VCD-Liste ist. Noch vor wenigen Jahren waren es 35 000 EUR . Davon geht sogar noch die E-Auto-Prämie von 4000 EUR ab. Allerdings hat der Elektroflitzer sechs bis acht Monate Lieferzeit. Der Elektro-Smart wird schon seit einem Jahr nicht mehr gebaut, weil die Produktion mit dem Benzin-Modell ausgelastet ist, bedauert Lottsiepen.

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17.08.2016, 06:00 Uhr
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