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USA

Abgas-Skandal erfasst auch Zulieferer Bosch

Während sich VW in den USA schon seit Wochen auf eine Lawine von Sammelklagen vorbereitet, steht nun auch der Zulieferer Bosch im Fokus.

03.12.2015
  • DPA

New York/Stuttgart. In der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte von Dieselautos gerät nun auch der Zulieferer Bosch unter Druck. In den USA ist der Stuttgarter Technikkonzern wegen angeblicher Komplizenschaft in dem Betrugsfall verklagt worden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Ein Bosch-Sprecher wollte zu den Vorwürfen keinen Kommentar abgeben und verwies lediglich auf ein Statement vom 24. September. Darin weist das Unternehmen eine Verantwortung von sich.

Bereits am Montag wurde beim Bezirksgericht in Detroit eine Sammelklage eingereicht, die Bosch neben dem VW-Konzern, dessen Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn und dem aktuellen US-Chef Michael Horn als Beklagte aufführt. Bosch wird beschuldigt, im Abgas-Skandal Teil einer "Verschwörung" gewesen zu sein. Der Betrug sei durch den Zulieferer, von dem die nötige Software stamme, gefördert und begünstigt worden, heißt es in der 56-seitigen Anklageschrift.

Bosch hatte in seiner früheren Stellungnahme vom September erklärt, als Zulieferer lediglich Komponenten nach den speziellen Anforderungen der Kunden bereitzustellen. Was dann damit geschehe, liege in der Verantwortung der Autobauer. Kurz zuvor hatte VW die Manipulation von Abgas-Messwerten durch eine Betrugs-Software ("Defeat Device") nach entsprechenden Vorwürfen der US-Umweltbehörde EPA eingeräumt. VW hatte zugegeben, dass weltweit mindestens 11 Mio. Autos betroffen sind.

Bosch wird verdächtigt, VW vor Jahren über Bedenken bei den Komponenten informiert, aber trotzdem weiter Millionen davon angeboten zu haben. "Anstatt sich zu weigern, VW weiter mit "Defeat Devices" zu beliefern, von denen Bosch wusste, dass sie kriminellen Betrug ermöglichen würden, entschied sich Bosch, vom Betrug zu profitieren", heißt es in der Klage.

Bosch wollte auf Nachfrage keine Angaben dazu machen, wie viele Zivilklagen bereits gegen das Unternehmen eingereicht wurden. In einem Brief der VW-Anwälte, der bereits vom 20. Oktober datiert, hieß es im Zusammenhang mit den über 350 potenziellen Sammelklagen, die bis zum damaligen Zeitpunkt in den USA gegen den Konzern eingereicht wurden, tauche auch der Name Bosch mehrfach als Beklagte auf.

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03.12.2015, 08:30 Uhr
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