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Abgang eines populären Querkopfs
Wolfgang Bosbach tritt 2017 nicht mehr an. Foto: dpa

Abgang eines populären Querkopfs

Wolfgang Bosbach ohne Politik? Die Politik ohne Wolfgang Bosbach? Kaum vorstellbar, beides. Doch 2017 will der populäre CDU-Abgeordnete aufhören.

24.08.2016
  • GUNTHER HARTWIG

Wolfgang Bosbach will wirklich Schluss machen und tschö sagen. „Ich habe“, so teilte der 64-jährige Abgeordnete jetzt mit, „meinen CDU-Kreisverband darüber informiert, dass ich 2017 für eine erneute Kandidatur für den Bundestag nicht zur Verfügung stehe.“ Nach 23 Jahren im Parlament setzt sich dann einer der populärsten deutschen Volksvertreter zur Ruhe – „aus politischen und persönlichen Gründen“.

Seine Parteifreunde in Bergisch Gladbach hatten bis zuletzt gehofft, der über die Grenzen seiner rheinischen Heimat so beliebte Bosbach werde sich die Sache noch mal überlegen – vergeblich. Der Entschluss des Innenexperten stand seit einiger Zeit fest, vor allem wegen unüberbrückbarer Differenzen „in einigen wichtigen Fragen“, wie der ehemalige Supermarktleiter und praktizierende Rechtsanwalt offen zugab. Zur Flüchtlingspolitik der CDU-Chefin Angela Merkel stand Bosbach ebenso quer wie zuvor schon bei der Euro-Rettung und den Griechenland-Hilfen.

Wäre Bosbach bei der nächsten Wahl wieder angetreten, hätte er Positionen vertreten müssen, die nicht mehr seiner Überzeugung entsprechen, wobei Bosbach für sich in Anspruch nimmt, sich selbst treu geblieben zu sein: „Die CDU ist es, die in wichtigen Fragen Kurskorrekturen vorgenommen hat.“ Als konservativer Rebell und offenherziger Abweichler war der frühere Fraktionsvize der Union in allen TV-Talkshows ein gern gesehener Gast mit hohem Unterhaltungswert.

Nun also will Bosbach, der seit Jahren an Krebs und einer Herzerkrankung leidet, wahr machen, was er schon öfter ankündigt hat – seinen Abgang aus der Berufspolitik. Damit wird er sich selbst mindestens so schwer tun wie seine zahlreichen Anhänger und persönlichen Freunde innerhalb und außerhalb seiner CDU. Angela Merkel freilich wird dem unbequemen Quergeist keine Träne nachweinen. Die Kanzlerin hatte den Spezi ihres vormaligen Konkurrenten Friedrich Merz nie gefördert.

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24.08.2016, 06:00 Uhr
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