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Feuilleton

ANGEHÖRT: Ein Tenor auf dem Gipfel

Noch einmal eine "Aida"-Gesamteinspielung? Dutzende gibt es davon, jeder hat seine Lieblingsplatten. Und doch: Warner Classics wagte im Auditorium des Parco della Musica in Rom eine neue Aufnahme - keinen Live-Mitschnitt, den die Tontechniker aufhübschen, sondern eine Studioproduktion.

24.10.2015
  • JÜRGEN KANOLD

Ein so altmodisches wie aufwändiges Unterfangen, das sich eigentlich keiner mehr leisten kann und will. Aber es macht Sinn, wenn die Stars einer Generation sich verewigen, wenn das Luxus-Ensemble unserer Zeit vor den Mikrofonen steht.

Kurzum: Diese "Aida" unter Dirigent Antonio Pappano, mit Orchester und Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, ist ein Ereignis, ja eine Sensation. Und wer in dieser "Aida", der großen, wunderbar menschlichen Oper Giuseppe Verdis, triumphiert, das sind eine Sopranistin aus Bergneustadt und ein Tenor aus München, Anja Harteros in der Titelpartie und Jonas Kaufmann als Radames. Nur keine Vorurteile: Aber italienischer geht's nicht, leidenschaftsvoll, farbenreich, mit edler Stimmkultur und eben auch fein gearbeitet.

Mit welcher Ausdruckspalette vom zweifelnden Piano bis zur durchschlagenden Grandezza Jonas Kaufmann schon die Auftrittsarie "Celeste Aida" singt: phänomenal. So ist das seit Placido Domingo keinem mehr gelungen. Dazu im Ensemble: Ekaterina Semenchuk als Amneris, Ludovic Tezier als Amonasro und Erwin Schrott als Ramfis. Für diese "Aida" sollte man den Plattenschrank ausmisten.

Jonas Kaufmann ist auch gleich noch mit einem neuen Solo-Album auf dem Markt, der Best-of-Puccini-CD "Nessun dorma" (Sony Classical), mit der er es bis in die Pop-Charts gebracht hat. Es begleitet vorzüglich das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, der Dirigent Antonio Pappano scheint den deutschen Tenor noch zu befeuern. Der 46-jährige Kaufmann ist auf dem Gipfelpunkt seiner Karriere angekommen. Er mag auch Wagner belcantisch singen, aber sein dunkel timbrierter "italienischer" Tenor ist ein Traum: weich, seelenvoll, mit den nötigen Schluchzern und Tränen in der Stimme, aber auch brillant höhensicher, kraftvoll und satt.

ANGEHÖRT: Ein Tenor auf dem Gipfel
Auf dem Gipfelpunkt: der Tenor Jonas Kaufmann mit zwei neuen Alben. Foto: Julian Hargreaves / Sony Classical

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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