Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Analyse

60plus-Wähler stützen Union

CDU und CSU können trotz herber Verluste auf die ältere Generation zählen. Die FDP punktet bei Jüngeren und Selbstständigen, die AfD zieht vor allem Männer an.

25.09.2017
  • DPA

Berlin. Die Union verdankt ihren mit massiven Verlusten erkauften Sieg bei der Bundestagswahl laut Forschungsgruppe Wahlen vor allem dem Ansehen von Kanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Chefin habe in einem ökonomisch starken Deutschland und global fragilen Umfeld Stabilität und Führungsstärke vermittelt, schrieben die Mannheimer Wahlforscher in einer ersten Analyse. Der rechtskonservativen AfD sei es dagegen gelungen, Ängste, Sorgen und Unzufriedenheit in der Bevölkerung auf ihre Mühlen zu lenken. Vor allem Männer wählten die AfD. Sie hätten der Partei doppelt so oft die Stimme gegeben wie Frauen. „Im Osten konkurriert sie bei allen unter 60-jährigen Männern sogar mit der CDU, die hier in dieser Gruppe zweistellig einbricht“, hieß es in der Analyse.

Nach Expertenansicht war der Wahlkampf von Furcht geprägt. 70 Prozent der Befragten äußerten laut Infratest dimap für die ARD die Angst, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet. 60 Prozent befürchteten, dass die Kriminalität zunimmt. 38 Prozent hätten die Befürchtung, dass „zu viele Fremde“ nach Deutschland kommen.

Nach vorläufigen Zahlen von Infratest dimap profitierte die AfD vor allem von bisherigen Nichtwählern. Von dieser Gruppe habe sie fast 1,2 Millionen Stimmen bekommen. Eine Million vormalige CDU-Wähler setzten diesmal ihr Kreuz bei den Rechtspopulisten. Jeweils eine halbe Million Stimmen seien von SPD und Linken gekommen. Als weiteren Grund für das starke AfD-Abschneiden verwiesen die Wahlexperten auf das „Top-Thema Flüchtlinge“, bei dem sich lediglich 35 Prozent aller Befragten am ehesten von der CDU/CSU vertreten fühlten. Die AfD habe hierbei 13 Prozent Zustimmung erhalten.

Den Zuspruch der Wähler für CDU und CSU erklärten die Wahlforscher auch mit dem hohen Anteil älterer Wähler. „Ihre besten Ergebnisse erzielt die Union wie gewohnt bei allen ab 60-jährigen Wählern und hier speziell bei den ab 60-jährigen Frauen“, hieß es von der Forschungsgruppe Wahlen. 73 Prozent der Deutschen bescheinigen Merkel eine gute Arbeit als Kanzlerin. SPD-Herausforderer Martin Schulz habe zwar bei Fragen zur sozialen Gerechtigkeit gepunktet. Laut Infratest dimap waren 66 Prozent der Befragten aber der Ansicht, dass sich Schulz nicht klar genug gegen Merkel positioniert habe.

Der FDP sei diesmal „ohne parlamentarischen Leistungsnachweis eine nie dagewesene Imagekorrektur“ gelungen, urteilten die Mannheimer Forscher. Laut Infratest dimap sind 70 Prozent der Befragten der Auffassung, dass die FDP ohne Parteichef Christian Linder keine Chance auf einen Einzug in den Bundestag gehabt hätte. 42 Prozent sagten, ohne Lindner hätten sie die Liberalen nicht gewählt. Vor allem bei den unter 30-jährigen Wählern punktete die FDP mit ihrer Kampagne überproportional – und bei den Selbstständigen. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

25.09.2017, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular