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600 Besucher beim Tübinger Johnny Cash-Contest im Sudhaus

Bereits zum sechsten Mal huldigen regionale Musikschaffende dem großen Vorbild Johnny Cash: Am Sonntag stoppte der Tour-Tross im Sudhaus.

22.12.2008
  • Wilhelm Triebold

Tübingen. Seit kurz nach Johnny Cashs Tod im Herbst 2003 die beiden Tübinger Glass-Brüder Benny und Joscha die glorreiche Idee hatten, dem hochverehrten Country-Giganten Cash gebührend Tribut zu zollen, treffen sich alljährlich einige hiesige Bezugsgrößen der Musikbranche, um die ganze Bandbreite des Cash-Schaffens mit entsprechende Münze heimzuzahlen. Befeuert nicht nur von einer perfekt eingespielten Band um Vormann Rudie Blazer gleich linkerhand der Bühne, sondern auch von filmischen Einsprengseln mit dem Meister himself, etwa humorig in einer hochvoltigen Elvis-Parodie.

Inzwischen ist das Unternehmen längst zur kleinen Cash-Gedächtnistournee ausgewachsen. Nach Hamburg, Lörrach und Reichbach war nun Tübingen dran; Stuttgart (Theaterhaus, 10. Januar), München (Lustspielhaus, 11. Januar) und Nürtingen (Stadthalle, 15. Januar) folgen noch. Das Ganze funktioniert nach dem Baukastenprinzip: Es tritt auf, wer noch eine Lücke im vor- und nachweihnachtlichen Terminkalender erspäht.

In Tübingen diesmal nicht dabei: „Kleine-Tierschau“-Alphatier Michael Gaedt, oder auch Frl. Wommy Wonder, auch keine Franziska weit und breit und erst recht kein Heese Schröter oder Daniel Iberra. Also nur Rudies Reste-Rampe im Sudhaus? I wo, davon keine Spur. Die Mischung aus Altbewährtem und Neuerem stimmte auch diesmal wieder.

Gute Bekannte standen im Rampenlicht mit Fritz Blessing, der so unwiderstehlich historisierend näselt und quäkt, mit dem sonoren Roland Baisch („Count Baischy“ ähnelt dem reifen Johnny Cash physiognomisch noch am meisten) und mit Dieter Thomas Kuhn, der sich diesmal, dank Kinnbart, Bauchansatz und Geheimratsecken, optisch eher am jungen James Last orientiert. Raquel de Souza gab – Jippie Yeah! – den unverwüstlichen „Ghost Riders In The Sky“ auf brasilianisch die Sporen, während Jimmie-Rodgers-Experte Roland Heinrich doch tatsächlich auf deutsch jodelte.

Tribute to Ute

Geballte Stimm-Power wiederum mit Anne Haigis, und Reggae-Sänger Spruddy One, tags zuvor noch mit Soulfood International im Sudhaus, mixte Dub mit Country. Die drei Hölderline-Rapper Bozee, Tiger Wutz und TimXtreme schicken nochmals einen „Jungen namens Ute“ auf hibbelige Vatersuche, und die drei weiblichen Fünftel der Celtic-Folk-Band Tanglefoot – nämlich Tini Stiefelmayer, Katharina Ostarhild und Nadja Morlion¨ – betrauern therapeutisch einen untreuen Knaben namens Fred. Am überraschendsten aber ein Bluegrass-Terzett aus Missouri: Die herzig quirlige Valerie Smith und ihre Liberty-Pike-Gesellen Becky Buller (Fiddle) und Chad Graves (Resonator-Gitarre).

Am Ende kamen sie alle noch zum „Ring of Fire“ zusammen, und Dieter Thomas Kuhn, der als einziger noch dem unsterblichen Cash (in einem Basler Hotel) persönlich die Hand drückte, wünschte wohlgemut allen: „Frohe Weihnachten!“

War da sonst noch was? Ach ja, der Veranstaltungsraum. Ins Kino Museum wollten die Organisatoren diesmal nicht schon wieder, andere Orte kamen aber auch nicht in Frage. So quetschten sich die 600 Fans zum Cash-Tribute in den viel zu engen Sudhaus-Saal. Also nix wie her mit der dringend benötigten Saal-Vergrößerung, solange die Komplementärfinanzierung mit Land und LAKS (der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturzentren) noch steht!

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22.12.2008, 12:00 Uhr
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