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5000 Stellen in der Region nicht besetzt
Symbolbild: dpa
Arbeitsmarkt

5000 Stellen in der Region nicht besetzt

Obwohl das Ausbildungsjahr begonnen hat, suchen viele Unternehmer immer noch Nachwuchs.

02.09.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Berufe im Handwerk scheinen bei Jugendlichen immer höher im Kurs zu stehen. Während die Handwerkskammer (HWK) Region Stuttgart zum Beginn des Ausbildungsjahres 7,3 Prozent mehr Ausbildungsverträge als im 2016 registriert hat, stagnieren die Zahlen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Der Zuwachs sei ein Zeichen, dass sich die Handwerksbetriebe dem Thema Fachkräftemangel stellten und die Maßnahmen zur Berufsorientierung fruchteten, kommentierte HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling die Entwicklung.

Betrachtet man die absoluten Zahlen, zieht es die meisten Schulabgänger allerdings weiterhin in die Industrie, den Handel und die Dienstleistungsbranchen. In diesen Wirtschaftsbereichen begannen am Freitag 9396 Jugendliche und junge Erwachsene eine Ausbildung in Stuttgart und Umgebung, im Handwerk waren es 3827. IHK-Präsidentin Marjoke Breuning zeigte sich zufrieden, dass nahezu genauso viele junge Menschen eine Ausbildung beginnen wie im Jahr zuvor.

Die Entwicklung ist in verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich. Während die Zahl der neuen Bank-Azubis wegen der Sparmaßnahmen im Finanzsektor deutlich sank, verzeichnete der Bau einen deutlichen Zuwachs. Und auch im Verkehrs- und Transportgewerbe, der Hotellerie und Gastronomie ging es leicht bergauf.

Im Handwerk sind vor allem klassische Berufe gefragt. An der Spitze der Beliebtheit steht der Kraftfahrzeugmechatroniker vor dem Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik. Danach folgen Elektroniker, Friseur sowie Maler und Lackierer.

Auch wenn das berufliche Ausbildungsjahr offiziell begonnen hat, ist die Vergabe von Lehrstellen noch nicht abgeschlossen. Nach Zahlen der Arbeitsagentur gibt es derzeit noch fast 5000 offene Ausbildungsplätze in der Region. Gleichzeitig sind noch mehr als 3300 Bewerber bei den Arbeitsagenturen als unversorgt registriert. Bis zum Jahresende werde sich bei der „Nachvermittlung“ noch einiges tun, sagte Martin Frädrich, IHK-Geschäftsführer für Beruf und Qualifikation. Alle Suchenden kommen nach den Erfahrungen der Kammer allerdings nicht unter, zum Teil, weil sie die geforderten Qualifikationen nicht mitbringen.

Fündig werden Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden inzwischen immer häufiger bei jungen Flüchtlingen. In der Region haben laut IHK inzwischen 345 Menschen aus Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Somalia und Gambia eine Lehrstelle, 237 von ihnen haben die Ausbildung gerade erst begonnen. Auch das heimische Handwerk bildet mehr als 100 Flüchtlinge aus. Jürgen Schmidt

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02.09.2017, 06:00 Uhr
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