Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
3374 Tonnen Gold für 117 Milliarden Euro
Das Gold der Deutschen, Deutsche Bank (Hg.): Hirmer, 160 Seiten, 24,90 EUR Foto: Hirmer Verlag/PR
Bundesbank

3374 Tonnen Gold für 117 Milliarden Euro

Ein Buch und eine Ausstellung in Frankfurt bringen den Deutschen das Edelmetall näher.

06.04.2018
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Und jetzt noch ein Buch. Mit großformatigen farbigen Fotos von Goldbarren, mit Einblicken in die Tresore, in denen das Edelmetall lagert, mit Erläuterungen, wo das „Gold der Deutschen“ herstammt. Nach der Verlagerung von Gold aus den Tresoren der Notenbanken in Paris und New York nach Frankfurt, nach der Veröffentlichung einer detaillierten Liste mit jedem einzelnen Goldbarren will die Bundesbank auch die letzten Zweifler davon überzeugen, dass das Gold bei ihr nicht nur in sicheren Händen ist, sondern bis auf jeden einzelnen Barren tatsächlich in den Tresoren in Frankfurt sowie der Notenbank in London und New York vorhanden ist.

Diesem Ziel dient ihr neues Buch sowie eine Ausstellung in ihrem Geldmuseum in Frankfurt, bei der ab Mitte April acht der jeweils 12,5 Kilogramm schweren Goldbarren zu sehen sind. „Mit Blick auf die Goldreserven sind wir eine der transparentesten Notenbank weltweit“, sagt Carl Ludwig Thiele, im Vorstand der Bundesbank für Währungsreserven und Zahlungsverkehr zuständig.

„Das Gold der Deutschen“ ist das erste Buch, das die Bundesbank dem Edelmetall widmet. Man wolle den Menschen das Gold so nahebringen, als hielten sie es in ihren Händen, betonte Thiele bei der Vorstellung der Hochglanz-Publikation. So viel Transparenz war nicht immer. Die Bundesbank scheute sie aus Sicherheitsgründen.

Anfang des Jahrzehnts allerdings wurden immer lauter detaillierte Informationen gefordert. Manche Kritiker äußerten sogar Zweifel, ob das deutsche Gold – erwirtschaftet durch die Leistungsbilanz-Überschüsse in den fünfziger und sechziger Jahren – in den Tresoren in Deutschland und im Ausland tatsächlich vorhanden ist. Und dass das Gold womöglich gar nicht echt ist. Viele forderten, die Goldbarren aus den Tresoren jenseits der Grenzen nach Deutschland zu holen.

Die Bundesbank reagierte. Alle Goldbestände im In- und Ausland wurden überprüft, ein Konzept zur Verlagerung des Goldes aus Paris und New York nach Frankfurt erarbeitet und die Veröffentlichung einer detaillierten Aufstellung beschlossen. Von 2013 bis 2017 wurden gut 670 Tonnen Gold aus Paris und New York nach Frankfurt gebracht. Wie, wird im Buch nicht verraten.

Heute lagern gut 50 Prozent des deutschen Goldes in Frankfurt, im Internet ist eine 2300 Seiten lange Liste einsehbar, in der jeder der rund 270 300 Goldbarren im Detail beschrieben wird. Ende vergangenen Jahres waren es exakt 3374 Tonnen im Gesamtwert von 117 Mrd. EUR. Es ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Goldschatz einer Notenbank.

In dem Buch wird geschildert, wie es zu den deutschen Goldreserven gekommen ist, wie sie verwaltet und gelagert werden. Und dass sie über die Jahre deutlich an Wert gewonnen haben. Zuletzt musste die Bundesbank 1990 mit Beginn der Währungsunion 232 Tonnen der Europäischen Zentralbank (EZB) als Reserve übertragen. Seitdem gibt sie jedes Jahr nur vier bis fünf Tonnen ab – an den Finanzminister in Berlin, der damit Goldmünzen prägen lässt. Rolf Obertreis

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

06.04.2018, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular