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Biosphärengebiet auf der Zielgeraden

32 Kommunen im Südschwarzwald sagen zu

Es war ein langer und steiniger Weg. Doch nun scheint das Ziel in Sichtweite zu sein.

21.10.2015
  • PETRA WALHEIM

Aktuell haben 32 Kommunen im Südschwarzwald Absichtserklärungen abgegeben, Teil des geplanten Biosphärengebiets werden zu wollen. Im Januar waren es 26, die ihre Teilnahme erklärt haben. 16 Gemeinderäte haben bereits verbindliche Beschlüsse gefasst. Ziehen die anderen 16 Gremien nach, wird das Biosphärengebiet Schwarzwald eine Fläche von 68 000 Hektar umfassen. Bis Mitte November müssen die Gemeinderäte entschieden haben.

"Das geplante Biosphärengebiet Schwarzwald befindet sich auf der Zielgeraden", sagte gestern Naturschutzminister Alexander Bonde in St. Blasien (Kreis Waldshut), das im östlichen Teil des künftigen Reservats liegt. Daran beteiligt sind die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut und Lörrach sowie der Stadtkreis Freiburg. Kommt das Biosphärengebiet Schwarzwald zustande, ist es neben der Schwäbischen Alb das zweite im Land.

Nach Auskunft von Projektleiter Walter Krögner vom Regierungspräsidium Freiburg wird am Zustandekommen des Reservats seit 2012 intensiv gearbeitet. Skepsis und Ablehnung waren am Anfang groß. Doch in zahllosen Informationsveranstaltungen konnten die meisten der Kommunen überzeugt werden. Nur Münstertal, Bollschweil bei Freiburg, Marzell, Herrischried und Görwihl verweigern sich. Zu groß sind dort die Vorbehalte. Vor allem Landwirte und Forstleute sind skeptisch, weil sie befürchten, ihre Flächen nicht mehr so bewirtschaften zu dürfen wie bisher.

Dabei geht es bei einem Biosphärengebiet nicht darum, große Flächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Das sind lediglich drei Prozent. Im Nationalpark sind es 75 Prozent, die der Nutzung entzogen werden. Ziel des UNESCO-Projekts ist es, das Gebiet weiterzuentwickeln und zwar so, dass sich Mensch und Natur gleichermaßen weiterentwickeln können. Biosphärengebiete sind Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung.

Dafür wird eine Geschäftsstelle eingerichtet mit Mitarbeitern, die sich nur um Entwicklungs-Projekte kümmern. Das wird nach Auskunft von Walter Krögner jährlich 660 000 Euro kosten. In den ersten drei Jahren wird das Land die Kosten tragen. Danach zahlt das Land 70 Prozent, Kreise und Kommunen übernehmen den Rest. "Wenn alles gut läuft, kann es im Sommer 2017 soweit sein", sagt Krögner. Doch er ist vorsichtig: "Der Prozess ist erst beendet, wenn alle Kommunen unterschrieben haben.

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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