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Haftstrafe

32-Jährige schwer misshandelt

Ein Ehepaar schlägt seine Angestellte und zwingt sie, das eigene Erbrochene zu essen. Dafür muss es in Haft.

19.03.2019

Von afp

Singapur. Sie schlugen sie, bedrohten sie und zwangen sie, ihr eigenes Erbrochenes zu essen: Wegen schwerster Misshandlungen ihrer Hausangestellten aus Myanmar hat ein Gericht in Singapur am Montag eine Frau und ihren Ehemann zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ihrem Opfer muss das Paar zudem Entschädigung zahlen. Vor zwei Jahren war es schon einmal wegen der Misshandlung eines indonesischen Dienstmädchens verurteilt worden.

Singapurs Staatsanwalt bezeichnete den Fall als den bisher schlimmsten in der Geschichte des Stadtstaats. Während des ganzen Jahres 2012, in dem die 32-Jährige bei dem Paar gearbeitet habe, sei sie systematisch physisch und psychisch gequält worden.

In einem Fall stopfte die Ehefrau einen zähen Reiszuckerbrei durch einen Trichter in den Schlund der jungen Frau, nachdem diese geklagt hatte, zu wenig zu essen zu bekommen. Als sie würgen musste, zwang die Hausherrin sie, ihr eigenes Erbrochenes zu essen.

Immer wieder versetzten die Eheleute der 32-Jährigen Fußtritte, schlugen sie oder ließen sie in Unterwäsche putzen. Sie drohten ihr mit dem Tod ihrer Eltern, sollte sie zur Polizei gehen.

Die ehemalige Vertriebsleiterin Chia Yun Ling wurde am Montag zu 47 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt. Ihr Mann, ein ehemaliger Informatikmanager, muss für 24 Monate in Haft.

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Erstellt:
19. März 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. März 2019, 06:00 Uhr

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