Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

2017 mehr als 70 antisemitische Straftaten im Südwesten

In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres sind im Südwesten mehr als 70 antisemitische Straftaten erfasst worden.

13.02.2018

Von dpa/lsw

Stuttgart. Von Januar bis September waren es laut Innenministerium 71 antisemitische Rechtsverstöße, überwiegend Volksverhetzungs- sowie Propaganda- und Sachbeschädigungsdelikte. Darunter war keine Gewalttat. Die Straftaten gingen hauptsächlich auf das Konto der politisch motivierten Kriminalität von rechts, wie das Ministerium auf dpa-Anfrage am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Der bisher erhobene Wert für 2017 liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, in dem insgesamt 95 Straftaten gezählt wurden. In den Vorjahren wurden deutlich mehr Fälle registriert: 2014 waren es 166, 2015 waren es 114. Die Polizei hat im vergangenen Jahr bundesweit 1453 gegen Juden oder jüdische Einrichtungen gerichtete Straftaten gezählt - ähnlich viele wie 2016.

Nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart ist statistisch keine verschärfte Sicherheitslage für Menschen jüdischen Glaubens festzustellen. Ressortchef Thomas Strobl (CDU) erwägt aber, einen Antisemitismusbeauftragten einzusetzen. Derzeit wird seinem Sprecher zufolge noch über die Ausgestaltung des Amtes nachgedacht.

Strobl betonte: «Die Bekämpfung des Antisemitismus und der Schutz des jüdischen Lebens in unserem Land sind Aufgaben von uns allen.» Die jüngsten Umfragen und auch Positionen aus der jüdischen Gemeinde zeigten auch, «dass wir uns mit der Frage, wie stark antisemitische Ressentiments unter Geflüchteten verbreitet sind, befassen müssen».

Zum Artikel

Erstellt:
13. Februar 2018, 11:22 Uhr
Aktualisiert:
13. Februar 2018, 11:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 11:10 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+