Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Löwen-Krise

1860 München bleibt ein Dauer-Patient

Auf Knopfdruck kann auch Zweitliga-Rekordtrainer Möhlmann 1860 München nicht kurieren. Bei den "Löwen" hat sich bislang wenig geändert.

21.10.2015
  • DPA

München Benno Möhlmann hatte am Spielfeldrand 90 Minuten gelitten, und das lag nicht nur an einer heftigen Magen-Darm-Grippe. Der Rekordtrainer der 2. Fußball-Bundesliga wird den Krankenstand wohl rasch wieder verlassen können. Die Heilung des Patienten TSV 1860 München aber dürfte nach dem 0:1 gegen den Karlsruher SC eine Langzeitbehandlung erfordern. "Ich hätte mir den Einstand sicherlich besser vorgestellt, keine Frage", krächzte der 61-jährige Möhlmann am Montagabend nach der missglückten Premiere als "Löwen"-Coach.

Der gesundheitlich angeschlagene Möhlmann hatte fast teilnahmslos auf seinem Stuhl in der Coaching Zone gekauert und es seinem Co-Trainer Sven Kmetsch überlassen, die Anweisungen aufs Feld zu brüllen. "Wir haben die Rollen getauscht", berichtete Möhlmann. Der Rollentausch von Torsten Fröhling, dem die 1860-Fans auf einem Transparent für "Einsatz und Loyalität" dankten, hin zu Möhlmann brachte dagegen auf Anhieb nichts, die verunsicherten Münchner bleiben das einzige sieglose Zweitliga-Team. Und sie leiden auch unter Möhlmann weiter an den bekannten Krankheitssymptomen: Kaum Torgefahr, individuelle Aussetzer, mangelhaftes Selbstvertrauen. "Es war die alte Leier", resümierte Kapitän Christopher Schindler frustriert.

"Dass wir nach elf Spieltagen so dastehen, ist beschissen", stellte Torhüter Vitus Eichner genervt fest. Die Sieglos-"Löwen" leiden vor allem unter einer rätselhaften Torallergie: Nur sieben Treffer gelangen in elf Partien. "Wir hatten heute ein Torschussverhältnis von 18:8. Da muss einfach mal einer reinfallen", klagte Liendl. Allein Rubin Okotie strahlte Torgefahr aus. Aber auch der Mittelstürmer konnte drei gute Möglichkeiten nicht verwerten. "Wir haben uns nicht belohnt", resümierte Okotie - wieder einmal.

Viel Zeit zum Wehklagen bleibt dem Vorletzten nicht. Am Freitag steht das Derby bei Greuther Fürth an. "Wichtig ist, dass wir das Spiel aufarbeiten und dann gegen Fürth den ersten Saisonsieg erzwingen", sagte Okotie. Auch Möhlmann richtete den Blick rasch auf seine Rückkehr nach Fürth, wo er dreimal als Trainer tätig war: "Wir haben nicht viel Zeit. Wir müssen uns schnell erholen von dem Spiel und dann die Ausrichtung für Fürth finden."

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

21.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 
Video-News: Fußball
Diese Funktion wurde deaktiviert.

Um das neue Messenger-Widget zu nutzen, besuchen Sie bitte tagblatt.de/whatsapp.
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Schwitzkasten-Fußball-Elf der Woche Wieder mal die Baurs
Deutsche U16-Leichtathletik-Meisterschaft David Frank schreibt Vereinsgeschichte
Schwitzkasten
Schwitzkasten

Ob die weltweit wohl meistgesehene Tipp-Runde für die Fußball-Landesliga oder die beliebte "Elf der Woche" - für solche Formate gibt es den "Schwitzkasten" der TAGBLATT-Sportredaktion.
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular