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Klimapolitik

18 Staaten kündigen Kohle-Ausstieg an

Großbritannien, Frankreich und Kanada wollen Dreckschleudern abschalten. Das setzt die künftige Bundesregierung unter Druck.

17.11.2017
  • MARTIN HOFMANN

Bonn. Mit der Gründung einer globalen Allianz für den Kohleausstieg bei der UN-Klimakonferenz in Bonn wächst der Druck auf eine künftige Bundesregierung, dem klimaschädlichen Energieträger den Rücken zu kehren. 21 Länder, Regionen und Städte bilden das Bündnis. Zu ihnen gehören Großbritannien, Kanada, Italien und Neuseeland sowie unsere Nachbarländer Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg. Ein Teil dieser Länder betreibt etliche Kernkraftwerke. Kohlekraftwerke produzieren 40 Prozent der Elektrizität weltweit. Mit dem Ausstoß von Treibhausgasen trügen diese Kraftwerke erheblich zum Klimawandel bei, erklärt die Kohle-Ausstiegsallianz.

Ihr zweites Argument: Wegen der Abgase aus den Meilern müssten mehr als 800 000 Menschen pro Jahr vorzeitig sterben. Die Mitglieder des Bündnisses betonen, dass das Ziel des Pariser Klimaabkommens, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, nur zu erreichen sei, wenn der Kohleausstieg in den Industrieländern bis 2030 erfolge. Die übrigen Staaten müssten dieses Ziel spätestens 2050 erreichen, mahnten die Staaten.

Die Ausstiegsallianz betonte zudem, dass die Kosten für Stromerzeugung mit Solarzellen und Windrädern so gesunken sind, dass saubere Energie eine günstige Möglichkeit darstellt.

Bundesumweltminister Barbara Hendricks (SPD) sagte, Deutschland sei gefragt worden, ob es der Allianz beitrete. Sie habe um Verständnis gebeten, dass „wir das nicht im Vorgriff auf die nächste Regierung entscheiden können“. In den Sondierungen ist die Forderung der Grünen nach raschem Kohleausstieg strittig. Die FDP sowie Teile der Union lehnen es ab, ein Datum für den Ausstieg festzulegen. Die deutschen Stromkonzerne boten an, Kohlemeiler mit einer Kapazität von bis zu fünf Gigawatt stillzulegen, wenn sie dafür angemessen entschädigt werden. Der Branchenverband sagte, es sei „schwierig, aber nicht unmöglich“, den Parteienstreit in der Energie- und Klimapolitik zu lösen.

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17.11.2017, 06:00 Uhr
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