Neckarwehr nimmt Arbeit auf

18 Millionen Euro teure Sanierung der Staustufe abgeschlossen

Das modernisierte Neckarwehr hat seine Arbeit aufgenommen: Die 18 Millionen Euro teure Sanierung der Staustufe ist abgeschlossen. Investiert wurde in zuverlässigere Technik und neue Brückenköpfe.

04.09.2012

Von MATHIAS KUHN

Stuttgart Beinahe unbemerkt ist ein Millionenprojekt abgeschlossen worden: Für rund 18 Millionen Euro ließ die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in den vergangenen fünf Jahren das Untertürkheimer Wehr erneuern. Die letzte Spundwand vor dem Wehrfeld am Neckarufer wurde Anfang August abgebaut, sämtliche Pfeilerköpfe sind mittlerweile verkleidet. "Es fehlen noch einige kosmetische Arbeiten. Sämtliche Wehrfelder sind aber mit der neuen Technik ausgerüstet und funktionieren", sagt Jens Rieken von der WSV.

Anfang August wurde die Untertürkheimer Brücke ein letztes Mal für den Autoverkehr gesperrt. Noch einmal mussten einige Teile der Verkleidung montiert werden. Fast gleichzeitig wurden die letzten Elemente der Spundwand aus dem Neckarboden "gezogen" und der große Kran, der mehrere Monate am oberen Ende der Straße zum Ölhafen stand, abgebaut. Es war der letzte, große Akt einer langandauernden und aufwendigen Wehrsanierung. Vor fünf Jahren gab die damalige Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, das Startsignal. Erkundigungen hatten vorab ergeben, dass das mehr als 80 Jahre alte Wehrbauwerk etliche Mängel aufwies. Zudem war die Technik veraltet.

Das damalige Bundesverkehrsministerium gab Grünes Licht für die gründliche Erneuerung der Staustufe. Der Alte Seilantrieb sollte durch modernere, mit Ketten betriebene Rollschütze mit Absatzklappen ersetzt werden. Das bedingte auch, dass die alten Pfeiler samt der ortsbildprägenden Köpfe durch neue Pfeiler ersetzt werden. Nach einigen Diskussionen über das "futuristisch" wirkende Aussehen der künftigen Köpfe konnten dann vor fünf Jahren mit den komplizierten Arbeiten begonnen werden. Insgesamt besteht das Untertürkheimer Wehr aus vier Wehrfeldern. Nacheinander wurde eines ertüchtigt.

"Sämtliche Wehrfelder haben nun ihren Probebetrieb bestanden und auch das letzte arbeitet seit einigen Wochen", sagt Rieken. Auch das rechte Flussufer, das die Baufirma als Logistikfläche und Standort für den Kran benötigte, ist wieder zurückgebaut. Jetzt müssten nur noch einige kosmetische Kleinigkeiten an den Brückenköpfen fertig gemacht werden. Abgesehen von einer kleineren Zeitverzögerung sei die Gesamtmaßnahme erfolgreich verlaufen.

In den vergangenen fünf Jahren wurde das Untertürkheimer Wehr für rund 18 Millionen Euro erneuert. Foto: Mathias Kuhn

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Erstellt:
4. September 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
4. September 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. September 2012, 12:00 Uhr

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