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Mafia-Prozess

147 Angeklagte, ein Weltmeister

Der bislang größte Mafia-Prozess Norditaliens hat mit großem öffentlichen Interesse begonnen.

24.03.2016
  • DPA

Reggio Emilia. Insgesamt 147 Angeklagte, darunter der italienische Fußball-Weltmeister von 2006, Vincenzo Iaquinta, und dessen Vater müssen sich seit gestern vor einem Gericht in Reggio Emilia verantworten. Das Verfahren in einem eigens dafür gebauten Gerichtssaal begann unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Zunächst ging es hauptsächlich um Verfahrensfragen, wie italienische Medien berichteten.

Im Visier der Justiz steht die kalabrische Mafia Ndrangheta, die mehr und mehr auch im Norden des Landes aktiv wird. Iaquinta werden illegaler Waffenbesitz und Unterstützung der Mafia vorgeworfen, sein Vater wird verdächtigt, Mitglied der Verbrecherorganisation zu sein. Der frühere Nationalspieler weist die Vorwürfe zurück. Mit den beiden prominenten Angeklagten stehen zahlreiche Verdächtige vor Gericht, darunter Beamte, Politiker, Handwerker, Unternehmer und Journalisten.

Insgesamt 29 von ihnen waren beim Prozessauftakt im neuen Hochsicherheits-Saal anwesend. Einige weitere Angeklagte, die bereits in Haft sitzen, wurden per Video zugeschaltet. Zu den Anklagepunkten zählen klassische Mafia-Verbrechen wie Mord, Geldwäsche, Erpressung, Korruption und Stimmenverkauf bei Kommunalwahlen.

Die wichtigsten Mafia-Clans

Cosa Nostra Sie ist der älteste und verbreitetste Zweig der sizilianischen Mafia. Die "ehrenwerte Gesellschaft", wie sie sich selbst nennt, ist hierarchisch strukturiert. Anfang des 20. Jahrhunderts fasste sie in den USA Fuß. Die Cosa Nostra betreibt unter anderem legale Unternehmen, über die gewaschenes Geld reinvestiert wird. Nach den Attentaten auf die Untersuchungsrichter Giovanni Falcone und Paolo Borsellini 1992 ging der Staat verschärft gegen sie vor. Viele Bosse sitzen im Gefängnis.

Ndrangheta Sie hat ihre Wurzeln in Kalabrien und gilt als eine der mächtigsten Mafia-Organisationen Europas. Milliardenumsätze macht sie vor allem mit Drogen- und Waffenhandel, Geldwäsche und Erpressungen. Die Ndrangheta hat mehrere tausend Mitglieder, die in so genannten Clans organisiert sind. Die traditionell mächtigsten Familien der Ndrangheta stammen aus der Hochburg San Luca in Kalabrien. Auf ihr Konto geht der Mordanschlag auf sechs Kalabresen in Duisburg 2007.

Camorra Sie ist in Neapel und der Region Kampanien präsent, aber auch in europäischen Staaten und den USA. Ihre Geschäfte reichen von internationalem Drogenhandel über Giftmüllverschiebungen bis zur Produktion gefälschter Euros.

Verfeindete Clans lieferten sich oft blutige Kämpfe. Nach der Verhaftung vieler Bosse rückten junge Anführer nach.

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24.03.2016, 08:30 Uhr
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