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Stuttgart

12 000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streiken

Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben in Stuttgart und andernorts am Donnerstag für eine bessere Bezahlung demonstriert.

12.04.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Allein 6500 Menschen nahmen laut der Gewerkschaft Verdi an einer Demonstration in der Landeshauptstadt teil, die am Mittag mit einer Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz endete. Rund 12 000 Beschäftigte legten laut Verdi im ganzen Südwesten die Arbeit nieder. Am Mittwoch hatte es bereits Warnstreiks unter anderem in Mannheim, Heilbronn den Landkreisen Reutlingen und Tübingen und im neckar-fränkischen Raum gegeben. An der sogenannten Warnstreikwoche beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben insgesamt etwa 23 000 Beschäftigte.

Verdi hatte am letzten Tag ihrer «Warnstreikwoche» zu Streiks im Raum Stuttgart, Ulm und in der Ostalb aufgerufen. In Stuttgart und Esslingen war unter anderem der Nahverkehr betroffen - obwohl in der Landeshauptstadt weder Busse noch Straßenbahnen fuhren, blieb das befürchtete Verkehrschaos jedoch aus.

Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat und 100 Euro mehr für Auszubildende. Die Arbeitgeber lehnen das ab. Der Tarifstreit betrifft in Baden-Württemberg rund 316 000 Beschäftigte in mehr als 800 Kommunen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam vereinbart.

«Wir sind es wert» und «wer nicht hüpft, ist Arbeitgeber», skandierten die Demonstranten in Stuttgart hüpfend. «Gegen Fachkräftemangel helfen keine Sonntagsreden» und «Wir zeigen die rote Karte», stand auf den Plakaten der Teilnehmer. Verdi warb unter den Streikenden um Neumitglieder, nach eigenen Angaben traten allein am Donnerstag rund 200 Menschen der Dienstleistungsgewerkschaft bei.

Verschiedene Redner griffen die Arbeitgeber und die Bundesregierung in ihren Beiträgen an. Unter anderem gab es Buh-Rufe gegen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die Stellvertretende Landeschefin von Verdi Baden-Württemberg, Hanna Binder, kritisierte außerdem den Sparkurs der großen Koalition. Man dürfe für die «schwarze Null» nicht an den Löhnen im öffentlichen Dienst sparen, rief die Gewerkschafterin, die an den Tarifverhandlungen in Potsdam beteiligt ist, den Teilnehmern zu.

Nach Angaben der Gewerkschaft waren darüber hinaus in den betroffenen Landkreisen Kindertagesstätten, Kliniken, die Abfallwirtschaft, Verwaltungen und weitere Dienststellen wie Arbeitsagenturen oder die Rentenversicherung betroffen. Auch Hallenbäder und Sparkassenfilialen seien geschlossen geblieben. An Schulen streikten Hausmeister, so dass Rektoren oder anderes Schulpersonal provisorisch die Aufgaben der Hausmeister übernehmen mussten. Auch die Gewerkschaft der Polizei beteiligte sich an der Demonstration.

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12.04.2018, 14:36 Uhr | geändert: 12.04.2018, 14:40 Uhr
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