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Rodung im Schlossgarten vor dem Abschluss

116 Bäume gefällt, 68 versetzt - Wege ab Mittwoch wieder frei

Die Baumarbeiten im Mittleren Schlossgarten werden voraussichtlich schon heute Abend beendet sein. Die drei gesperrten Zugänge zum Park sollen spätestens am Mittwoch wieder frei sein.

25.02.2012

Von ELKE HAUPTMANN

Stuttgart Der enge Zeitplan konnte gehalten werden: Innerhalb von zehn Tagen seien drei Viertel der Arbeiten erledigt gewesen, am Donnerstagabend standen noch 16 Bäume. "Wir rechnen damit, dass die Arbeiten am Samstagabend beendet sein werden." Nun stünden noch "Restarbeiten" an: Das Verfüllen von Pflanzlöchern und das Herrichten der Flächen. Damit, so Dietrich, wolle man bis nächsten Dienstag fertig sein.

Spätestens am Mittwoch sollen dann die drei gesperrten Zugänge zum Park - am Ferdinand-Leitner-Steg, am Planetarium und an der Klett-Passage - wieder geöffnet werden. Als "Erfolg für eine hervorragende Zusammenarbeit aller Projektpartner" bezeichnete Dietrich den Verlauf der umstrittenen Arbeiten, die von einem Großaufgebot der Polizei begleitet wurden.

Ganz störungsfrei seien sie nicht verlaufen, räumte der Baumsachverständige der Bahn, Bodo Siegert, ein. Acht Bäume, die versetzt werden sollten, mussten gefällt werden. Zum Teil reichte ihr Wurzelwerk zu dicht an Versorgungsleitungen heran, zum Teil standen sie oberhalb des Nesenbachdükers.

Der im Boden verlaufende Kanal hätte zwar zwölf Tonnen Achslast ausgehalten, berichtete Siegert. Doch beim Aufladen eines Baumes auf die Rundspatenmaschinen würde ein Druck von 15 Tonnen erzeugt. Das Risiko, das Bauwerk zu beschädigen, habe man nicht eingehen wollten. Für sie wurden laut Dietrich "Ersatzbäume" verpflanzt, die zwar nicht unmittelbar auf der Baugrube für den Bahnhofstrog standen, für die laut dem aus dem Jahr 2005 stammenden Planfeststellungsbeschluss aber eine Fällgenehmigung vorliege - 230 Bäume hätten demnach im Mittleren Schlossgarten entfernt werden dürfen, durch die Optimierung der Baupläne habe man die Zahl auf jene 176 reduzieren können, die zur Fällung und Verpflanzung anstanden. Wegen der unvorhergesehenen Schwierigkeiten umfassen die etwa zwei Millionen Euro teuren Arbeiten insgesamt 184 Bäume: 116 wurden gefällt und 68 versetzt.

Die Chancen, dass sich die verpflanzten Bäume an ihren neuen Standorten gut entwickeln, stehen laut Siegert gut. Die nächsten zwei Jahre würden sie noch speziell behandelt. Für 14 Bäume haben die Parkpfleger der Wilhelma einen neuen Platz gefunden, für weitere 54 wurden Stellen im Stadtgebiet ausgewählt: 20 Bäume stehen nun im Bezirk Mitte, acht im Bezirk Nord, jeweils neun im Bezirk Neckar und auf städtischen Friedhöfen, acht wurden von der Stadtgärtnerei übernommen. In den vergangenen Tagen wurden auch Bäume in der Türlen- und Heilbronnerstraße sowie am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz. Grund dafür seien Baustelleneinrichtungen, so Dietrich. Derzeit sei man in den Detailplanungen, Aussagen über den genauen Ablauf der nun folgenden Baumaßnahmen, etwa der Einrichtung der Baulogistikstraßen und des Technikgebäudes, könne man in etwa zwei Wochen machen.

Während die Arbeiten im Schlossgarten wie geplant vorangingen, ist die Bahn beim Abriss des Südflügels nicht im Zeitplan. Laut Dietrich ist sie zwei Wochen im Verzug. Zunächst habe es technische Probleme mit dem Bagger gegeben, später habe der Frost die Arbeiten, die acht Wochen dauern sollten, erschwert. "Wir wollen vor Ostern fertig sein."

Tabula rasa: Die für Stuttgart 21 gerodete Fläche im Schlossgarten ist umzäunt. Die Zugänge zum Park werden in der nächsten Woche freigegeben. Foto: dpa

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Erstellt:
25. Februar 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Februar 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2012, 12:00 Uhr

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