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Drei Tonschöpfer als Leitfiguren

11. Musikfest Berlin setzt auf Komponisten zwischen Spätromantik und Moderne

Schönberg, Mahler und Nielsen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Musikfests Berlin. 30 Orchester, dazu Ensembles und Solisten waren zu Gast.

15.10.2015
  • DIETRICH BRETZ

Berlin Mehr als 70 Werke von 25 Komponisten hat das Programm des 11. Musikfests Berlin umfasst. Mit Gustav Mahler, Arnold Schönberg und Carl Nielsen hatten die veranstaltenden Berliner Festspiele in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker drei Tonschöpfer am Schnittpunkt von Spätromantik und musikalischer Moderne als programmatische Leitgestalten gewählt. Allein Schönberg war mit 16 Werken vertreten. So war die Berliner Philharmonie fast drei Wochen lang Treffpunkt zahlreicher prominenter Musikbotschafter aus Nah und Fern.

Daniel Barenboim unternahm mit seiner Staatskapelle einen Streifzug durch dessen einzelne Stilphasen. Zum Auftakt das noch spätromantisch inspirierte Opus "Verklärte Nacht", dessen zwingende Ausdruckskraft die Musiker intensiv vermittelten. Als faszinierende Klangimpressionen gestaltete Barenboim die atonalen "Fünf Orchesterstücke op 16". Abschließend die zwölftonig konzipierten "Variationen für Orchester op. 31" - von den Instrumentalisten mit expressiver Hochspannung und Klangsinnlichkeit ausgelotet.

Schönberg spielte auch das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg in der Philharmonie. Vor dessen "Pelleas und Melisande" erregten François-Xaver Roth und sein Orchester aber mit Haas' "limited approximations" und Wyschnegradskys "Arc-en-ciel", jeweils für sechs im Zwölfteltonabstand gestimmte Flügel, Aufsehen.

Dazu setzten gleich vier der späten Mahler-Sinfonien Markierungspunkte im Festivalreigen. So krönte das Konzerthausorchester Berlin seine Matinee mit der gigantischen Siebten, in der Chefdirigent Ivan Fischer einen bezwingenden Bogen schlug von der markanten Adagio-Einleitung des Tenorhorns im harmonisch kühnen Kopfsatz über die traumhaft bizarren Nachtmusiken und das totentanzartige Scherzo bis hin zu dem vordergründig euphorischen Finale. Immer wieder ließ Fischer den zerrissenen Charakter des Werkes hörbar werden.

Nielsen, einem der progressivsten Sinfoniker in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, erwies das Festival anlässlich von dessen 150. Geburtstag mit mehreren Konzerten Reverenz: So konfrontierten Marek Janowski und sein Rundfunksinfonieorchester Berlin das von Resignation erfüllte Adagio aus Mahlers 10. Sinfonie mit der von ungebrochenem Lebensgefühl durchdrungenen Dritten, der "Sinfonia espansiva" des Dänen.

Die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle setzten mit einer von feurigem Atem bestimmten Aufführung der 4. Nielsen-Sinfonie "Das Unauslöschliche" einen imposanten Schlusspunkt unter das diesjährige Festival.

11. Musikfest Berlin setzt auf Komponisten zwischen Spätromantik und Moderne
SWR Sinfonieorchester mit Klaus Steffes-Holländer, Matan Porat, Florian Hölscher, Julia Vogelsänger, Akiko Okabe und Christoph Grund am Flügel. Foto: Kai Bienert

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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