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Das Ende des automatischen Schreckens

Stadtwerke schließen Millionengrab im Französischen Viertel

Das Parkhaus im Französischen Viertel in Tübingen solle Mitte 2019 schließen.

16.06.2018

Von Gernot Stegert

Über die Jahre immer teurer geworden: Nun soll das automatische Parkhaus im französischen Viertel 2019 geschlossen werden. Archivbild: Metz

Spätestens zur Jahresmitte 2019 soll der automatische Teil des Parkhauses im Französischen Viertel für immer außer Betrieb genommen werden. An seine Stelle soll ein konventionelles Parkhaus treten. Dafür soll sich Oberbürgermeister Boris Palmer in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Tübingen (SWT) einsetzen. So steht es im Beschlussantrag der Stadtverwaltung Tübingen für den Verwaltungsausschuss des Gemeinderats am Donnerstag, 21. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus.

Damit ist das Ende der Fehlinvestition absehbar. Die beiden automatischen Parkhäuser im Französischen Viertel und im Loretto waren durch viele Pannen ein Ärgernis für die Nutzer und ein Verlustbringer für die Stadtwerke (wir berichteten mehrfach). „Es vergeht kein Tag ohne Störungen“, sagte der zuständige Chef-Techniker der Stadtwerke Hubert Sailer im Januar dem TAGBLATT. Instandhaltung, Wartungs- und Serviceeinsätze des externen Dienstleisters, eigene Personalaufwendungen, Ersatzteile und mehr – insgesamt hat das vermeintliche Zukunftsprojekt bisher einen Verlust von 15 Millionen Euro (mit Abschreibungen und Zinsen) eingefahren. Laut Vorlage schlagen allein fürs Parkhaus im Französischen Viertel jährlich 300000 Euro zu Buche. Von einem „Schlag ins Kontor“ hatte auch Oberbürgermeister und SWT-Aufsichtsratsvorsitzender Boris Palmer schon vor Jahren gesprochen.

Konventionelles als Ersatz

Für die Stadtwerke ist es eine Grundsatzentscheidung, wie Sprecher Johannes Fritsche mitteilte: „Die langjährige Erfahrung mit unseren eigenen automatischen Parkhäusern und die Beobachtung anderer automatischer Parkhausprojekte haben gezeigt, dass Technologie und Konzept nicht den Anforderungen der Nutzer an diesem Standort gerecht werden. Systembedingt kommt es zum Beispiel während der Stoßzeiten im Berufsverkehr (früh, abends) durch die beschränkte Anzahl an Übergabestationen (drei) immer wieder zu erheblichen Wartezeiten und wegen Überlastung auch zu kompletten Systemausfällen.“

Deshalb soll nun als Ersatz ein konventionelles Parkhaus her. Es soll eine ähnliche Größenordnung an Stellplätzen umfassen wie das automatische Parkhaus. Der Standort ist noch offen. Drei Varianten sind im Gespräch: auf dem Gelände des Bauhofs des Landkreises, nördlich des Stadtwerke-Lagerhauses oder Umbau des bestehenden Parkhauses. In der Übergangszeit sollen Anwohner auf dem Gelände des derzeitigen Bauhofs in der Eisenhutstraße 5 parken dürfen.

Zum Dossier: Parken in Tübingen

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Erstellt:
16. Juni 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Juni 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2018, 01:00 Uhr

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