Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Durchschnittliche Preisrückgänge bei Lebensmitteln von 4 Prozent seit Jahresbeginn

"So viel Ware gab es noch nie fürs Geld "

Der Handel lockt die Verbraucher mit kräftigen Preissenkungen in die Läden. Vor allem Lebensmittel sind günstig wie lange nicht, weil die Preise seit Jahresbeginn bereits mehrfach gesenkt wurden.

25.07.2009

Mitten in der Wirtschaftskrise lockt der Lebensmittelhandel mit Preissenkungen wie selten zuvor. "Wir erleben die größte Preisschlacht aller Zeiten ", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Jürgen Abraham, der "Bild "-Zeitung: "Die Verbraucher bekommen so viel Ware fürs Geld wie noch nie. " Der Verband schätze grob, dass bei Lebensmitteln durch Preisrückgänge von 3 bis 4 Prozent seit Jahresbeginn die Einkommen auf das Jahr gerechnet in der Größenordnung von 5 bis 6 Mrd. EUR entlastet würden. Branchenkenner gehen davon aus, dass bei Preisen wie 4 EUR für einen Kasten Bier und 29 Cent für 1,5 Liter Cola zum Teil unter den eigenen Kosten verkauft werde. BVE-Hauptgeschäftsführer Matthias Horst betonte auf AP-Anfrage, die Preise seien in diesem Jahr schon mehrfach gesenkt worden - unter anderem für Molkereiprodukte und Getränke. Möglicherweise hätten die Händler damit auf die Finanzkrise reagiert. "Ich denke, dass sich das psychologisch so erklären lässt. " Allerdings sehe man die auffälligen Preissenkungen auch mit Sorge: Mittelfristig könne dies für kleinere und mittlere Unternehmen problematisch werden. "Ob die da mithalten können, da habe ich große Zweifel. " Zudem beeinflussten die fallenden Preise auch das Image von Lebensmitteln. "Immerhin hat Deutschland die niedrigsten Lebensmittelpreise in ganz Europa. " Eine Sprecherin des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels (HDE) betonte, es gebe zwar günstige Lebensmittelpreise, aber keinen Preiskrieg. "Als Preisschlachten würde ich das nicht bezeichnen. " Vielmehr seien die Rohstoff- und Erzeugerpreise derzeit niedrig - und dies werde vom Handel in Deutschland auch an den Verbraucher weitergegeben. "Wir haben einfach einen sehr gut funktionierenden Wettbewerb und einen sehr gut funktionierenden Markt. " Zuletzt waren im Mai die Preise für Milch und Milchprodukte wie Quark oder Schlagsahne weiter gesunken. Zuvor wurden unter anderem auch Tiefkühl-Brathähnchen, Putenschnitzel und Schokoriegel billiger. Von der kommenden Woche an lockt zudem der Sommerschluss-Verkaufs mit Preissenkungen. Nach den Worten der HDE-Sprecherin gibt es Nachlässe von 30 bis 80 Prozent: "Das kommt auf das Unternehmen an, und darauf, wie die Lager gefüllt sind. " Die Wirtschaftskrise habe auf den Einzelhandel bisher noch nicht so stark durchgeschlagen wie auf andere Branchen: "Die Kauflaune ist noch in Ordnung. " So könne man etwa in der Modebranche auch nicht davon sprechen, dass die Lager noch zum Platzen gefüllt seien: "Aber natürlich muss Platz für die neuen Sachen gemacht werden, man kann also auf jeden Fall schöne Schnäppchen machen. " AP

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

25.07.2009, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular