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 Berliner Kinderarzt Anton Henssen bekam den Tübinger Erna-Brunner-Preis
Anton Henssen: ausgezeichnet für Krebsforschung. Bild: Zimmermann
Tumorauslösendes Enzym gefunden

Berliner Kinderarzt Anton Henssen bekam den Tübinger Erna-Brunner-Preis

Bei Erwachsenen ist seit Längerem klar, dass Umwelteinflüsse wie Nikotin oder ultraviolette Strahlung zu Krebserkrankungen führen können. Doch bei Kindern, die weniger als ein Jahr alt sind, können diese Faktoren nicht ausschlaggebend sein. Weshalb aber bekommen sie Krebs?

02.02.2018
  • Martin Zimmermann

Der Mediziner Anton Henssen von der Charité in Berlin hat während eines Forschungsjahres in New York herausgefunden, welches Enzym für eine bestimmte, sehr seltene Krebsart bei Kindern verantwortlich ist und eine mögliche Therapiemethode entwickelt, die im Versuch an Mäusen erfolgreich war und derzeit in den USA an Erwachsenen in klinischen Studien erprobt wird. Dafür wurde er nun mit dem Erna-Brunner-Preis der Stiftung des Fördervereins für krebskranke Kinder ausgezeichnet. Das Preisgeld von 5000 Euro muss für die Forschung oder die Präsentation der Forschungsergebnisse bei Kongressen verwendet werden. Henssen hofft, dass die Therapiemethode in den nächsten fünf Jahren auch in Deutschland getestet werden kann.

Bei der Preisverleihung im Casino der Tübinger Kinderklinik präsentierten auch zwei der drei bisherigen Preisträger, wie sie ihre prämierten Forschungen fortgesetzt haben.

Hendrik Witt, der vor drei Jahren ausgezeichnet wurde, entwickelt in Heidelberg Methoden, um die für die wenige Monate alten Patienten mit Hirntumoren, die bisher fast immer tödlich sind, individueller behandeln zu können. Die bisherigen Therapiemethoden, Operation, Bestrahlungen und Chemotherapie, führen im Hirn fast immer dazu, dass die Patienten kein eigenständiges Leben mehr führen können. Witts Forschungen führten zu einer Neuklassifizierung bestimmter Tumorarten durch die Weltgesundheitsorganisation.

Der Preisträger von 2016, Denis Schewe, arbeitet an der Universitätsklinik in Kiel daran, Antikörper gegen Leukämie effektiver zu machen. In Versuchen mit Mäusen habe man auf diesem Gebiet bereits Fortschritte erzielt, so Schewe. Der Förderverein für krebskranke Kinder arbeitet daran, dass unter den Preisträgern ein Netzwerk entsteht. Die letztjährige Preisträgerin konnte nicht nach Tübingen kommen, weil sie in Amerika forscht. Sie schrieb aber eine Postkarte aus Atlanta.

Der Preis für junge Forscher in der pädiatrischen Onkologie ist seit 2014 nach der im Dezember 2012 mit fünfeinhalb Jahren an Leukämie verstorbenen Erna Brunner aus Rohrdorf bei Nagold benannt. Die Eltern des verstorbenen Kindes kamen zur Preisverleihung nach Tübingen.

„Es tut weh an die Kinderklinik zurückzukommen, mit der man so viele leidvolle Erinnerungen verbindet. Es ist jedoch für uns wichtig zu sehen, dass geforscht wird, um anderen Kindern mit ihrem Schicksal zu helfen“, sagte Axel Brunner. Er ist der Vater von Erna, die in der Tübinger Kinderklinik an Leukämie starb. Eine mit Spendengeldern finanzierte neuartige Therapie konnte dem Mädchen nicht mehr helfen.

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02.02.2018, 01:00 Uhr
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