Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kommentar zu den Internetauftritten von ARD und ZDF

Auf Kosten der Bürger

Nachrichten, Meinung und viel, viel Buntes – wer die Internetseiten von ARD und ZDF aufruft, bekommt einen wahren Gemischtwarenladen an Information.

02.02.2018

Von Michael Gabel

Berlin. Schon ein Blick macht klar: Mit dem Rundfunk hat das kaum etwas zu tun, viel eher mit einer Online-Zeitung. Doch die Ministerpräsidenten der Länder sind weiter uneins, wie sie reagieren sollen. Bei ihrem Treffen wollten sie festlegen, dass „presseähnliche“ Erzeugnisse bei den Digital-Auftritten der Sender nichts zu suchen haben. Nun vertagten die Länderchefs die Entscheidung – offenbar hat sie der Druck der Rundfunksender handlungsunfähig gemacht.

Dabei ist die Sache klar: Die Öffentlich-Rechtlichen erhalten ihre Gebührengelder in Höhe von jährlich acht Milliarden Euro, um damit ein interessantes Fernseh- und Radioprogramm auf die Beine zu stellen. Und nicht, um auf Kosten der Gebührenzahler Zeitungsverlagen mit einer digitalen Internet-Zeitung Konkurrenz zu machen. Die ausufernde angebliche Hintergrundberichterstattung, die in Wahrheit oft nichts anderes ist als Ereignisberichterstattung, steht zu diesem Auftrag in krassem Widerspruch.

Letzten Endes wird das Thema sowieso vor dem Bundesverfassungsgericht landen. Denn der NDR, dessen Tagesschau-App vom Oberlandesgericht Köln gerügt wurde, hat den Gang nach Karlsruhe angekündigt. Dieser mit allen Mitteln geführte juristische Kampf könnte jedoch zum Bumerang werden. Die Öffentlichkeit wird geradezu mit der Nase darauf gestoßen, für welche zweifelhaften Produkte Teile ihrer Rundfunkgebühren verwendet werden. Die Proteste gegen die Zwangsabgabe dürften also weiter wachsen.

Zum Artikel

Erstellt:
2. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+