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Münsingen

Altes Lager: Schmid gegen Schnellschuss

Die Stadt Münsingen erhält zur Sanierung der maroden Abwässerkanäle der ehemaligen Soldatensiedlung Altes Lager vorerst doch kein Geld aus der Landeskasse.

04.12.2015
  • ROL

Stuttgart/Münsingen. Die Grünen und Teile der SPD-Fraktion hatten dafür plädiert, dass das Land die auf 8,2 Millionen Euro bezifferten Kosten übernimmt und eine erste Rate im Nachtrag für den Doppeletat 2015/16 verankert wird. Die Kommune, so ihre Argumentation, könne das nicht alleine stemmen.

In der jüngsten Sitzung der SPD-Fraktion betonte Finanzminister Nils Schmid laut Teilnehmern indes, dass es in der Frage keinen Schnellschuss geben dürfe. Das Land könne nicht einfach freihändig acht Millionen Euro vergeben. Mit den Mitteln müsse verantwortungsvoll umgegangen werden, deshalb werde es ein geregeltes Verfahren geben. Danach soll der Tübinger Regierungspräsident Jörg Schmidt noch diesen Monat einen Vororttermin wahrnehmen. Schmid selbst will sich das Alte Lager im Januar mit SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel anschauen. Man wolle prüfen, welche bestehenden Förderprogramme Anwendung auf Münsingen finden könnten.

Damit wird die Stadt erneut vertröstet. Bereits im Oktober hatte der Amtschef von Ministerpräsident Winfried Kretschmann Münsingens Bürgermeister Mike Münzing mitgeteilt, dass eine Landeshilfe zurzeit leider nicht realisierbar sei.

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04.12.2015, 08:30 Uhr
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