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Wild Rose

Wild Rose

Die zweifache Mutter Rose-Lynn kommt frisch aus dem Gefängnis und will endlich den Durchbruch als Country-Sängerin schaffen.

Wild Rose
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Großbritannien 2018

Regie: Tom Harper (III)
Mit: Jessie Buckley, Julie Walters, Sophie Okonedo

100 Min. - ab 12 Jahren

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11.12.2019

Von Madeleine Wegner

Zwölf M [Textbaustein: ak2] onate war Rose-Lynn im Knast. Jetzt kann es die Mittzwanzigerin nicht abwarten, endlich ihre Träume zu verwirklichen. Und die sind groß: Als Country-Sängerin will sie Karriere machen. Doch auf diesem ambitionierten Weg ist nicht nur die Fußfessel hinderlich, die sie seit ihrer Entlassung tragen muss. Wie ein Klotz am Bein wirken auch ihre beiden Kinder, die ein Jahr lang bei der Großmutter Marion gelebt haben und ihre Mutter Rose-Lynn kaum mehr wiederzuerkennen scheinen.

Auch das Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter Marion ist angespannt. Die drängt darauf, dass Rose-Lynn endlich Verantwortung für die achtjährige Wynona und den fünfjährigen Lyle übernimmt. Doch Rose-Lynn will um jeden Preis raus aus Glasgow.

„Ich bin eine Amerikanerin, die dummerweise im Körper einer Schottin zur Welt gekommen ist“, sagt sie. Seit Jahren träumt sie von Nashville. Um endlich dorthinziehen zu können, nimmt sie einen Job an, den ihr Marion vermittelt hat. Sie putzt im Haus der wohlhabenden Susannah, die bald das Talent ihrer ungewöhnlichen neuen Haushaltshilfe entdeckt.Doch warum ausgerechnet Country? „Country-Musik“, erklärt Rose-Lynn, „das sind drei Akkorde und die Wahrheit. Was auch immer in dir ist, kommt dann raus.“

Es ist die mutige, freche, bisweilen unverschämte Art und dieser unglaubliche Lebensdurst, die Rose-Lynn so unwiderstehlich machen. Dass die irische Schauspielerin und Sängerin Jessie Buckley die ungebändigte Rose-Lynn so herzerfrischend und überzeugend spielt, mag an ihrer eigenen Geschichte liegen: Bereits als 17-Jährige ist Buckley nach London gegangen, um Sängerin zu werden. Toll ist es außerdem, wenn sie als Rose-Lynn zu singen beginnt.

Und auch Regisseur Tom Harper hat persönliche Bezüge zu seiner „Wild Rose“: Er stammt selbst aus Glasgow und ist Country-Fan. Vor allem in der zweiten Hälfte der Geschichte scheint Nicole Taylor (Drehbuch) geradewegs auf klischeebeladene Wendungen zuzusteuern – reißt dann jedoch scheinbar im letzten Moment das Ruder herum und umschifft gekonnt dramaturgische Fettnäpfchen.

Rose-Lynn muss nicht nur viele Hindernisse auf ihrem Weg zur erfolgreichen Sängerin überwinden, sondern auch für sich eine Frage beantworten, die ihr ein Country-Experte stellt: „Du hast die Stimme dafür. Aber hast du auch etwas zu sagen?“

Große Träume mit Hindernissen: Diese Geschichte lebt von ihrer frechen, energiegeladenen Protagonistin.

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Erstellt:
11. Dezember 2019, 19:54 Uhr
Aktualisiert:
11. Dezember 2019, 19:54 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Dezember 2019, 19:54 Uhr

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