Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit

Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit

Biopic über den ebenso verzweifelten wie genialen Künstler Van Gogh, der eine neue Stilrichtung in der Malerei mitbegründet.

At Eternity's Gate
Frankreich 2018

Regie: Julian Schnabel
Mit: Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac

111 Min. - ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
16.04.2019

Von Madeleine Wegner

„Ich habe etwas in mir, ich weiß nicht, was es ist. Was ich sehe, kann niemand sonst sehen“, sagt Vincent Van Gogh. Die nervöse Handkamera nimmt den suchenden, teils herumirrenden Blick des Künstlers ein: „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“ versucht, die Welt durch die Augen des großen Malers zu zeigen. Regisseur Julian Schnabel porträtiert den zu seiner Zeit weitgehend unverstandenen Künstler in seinen letzten beiden Lebensjahren, die zwischen Genie und Wahnsinn oszillierten. „Manche denken, ich sei verrückt. Aber ein Korn Verrücktheit ist das Beste an der Kunst“, lässt Schnabel den Künstler sagen.

Van Gogh macht sich auf die Suche nach dem richtigen Licht für seine neuartigen Gemälde, und entflieht dem grauverschleierten Paris in die Provence. Stark in der Hauptrolle ist Willem Dafoe, der dem Künstler Van Gogh ein charakterstarkes, vom Leben gezeichnetes Gesicht gibt – das ist im Grunde zu alt für den Mittdreißiger Van Gogh und dennoch wirkt es passend. In Nebenrollen tauchen bekannte Gesichter wie Mads Mikkelsen und Emmanuelle Seignier auf.

Der US-amerikanische Regisseur Julian Schnabel ist selbst Maler. Er gestaltete unter anderem CD-Cover für Lou Reed und die Red Hot Chilli Peppers. Doch spätestens ab der Hälfte des Films wirkt es, als seien ihm gute Ideen ausgegangen: Er ergeht sich in Wiederholungen; die untere Leinwandhälfte verschwimmt unscharf – alles vermeintliche Kunstgriffe, die weder inhaltlich noch formal dem Porträt die nötige Substanz geben. Zugleich lässt er die Zuschauer eintauchen in die südfranzösische Landschaft, sich verlieren in Panoramen und in der Natur – so, wie es Van Gogh geliebt haben muss.

Wirkt ähnlich umnachtet wie das Innenleben Van Goghs in seinen letzten Jahren – ist künstlerisch jedoch unausgereift.

Zum Artikel

Erstellt:
16. April 2019, 15:42 Uhr
Aktualisiert:
16. April 2019, 15:42 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. April 2019, 15:42 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+