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Once again - Eine Liebe in Mumbai

Once again - Eine Liebe in Mumbai

Eine Witwe beliefert mit ihrem Restaurant einen berühmten Filmstar. Zwischen den beiden entwickelt sich zögerlich eine Romanze.

Once again - Eine Liebe in Mumbai
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Once Again
Indien, Deutschland, Österreich 2018

Regie: Kanwal Sethi
Mit: Shefali Shah, Neeraj Kabi, Bidita Bag

101 Min. - ab 6 Jahren

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14.05.2019

Von Dorothee Hermann

Ihre allabendlichen Telefongespräche sind für Amar (Neeraj Kabi) und die Köchin Tara (Shefali Shah aus „Monsoon Wedding“) das Highlight des Tages. Sie kennen sich, weil er sich täglich aus ihrem kleinen Restaurant sein Essen liefern lässt. Doch vor einem Treffen scheuen beide zurück. Die Angst vor Zurückweisung oder zu viel Verbindlichkeit spielt eine Rolle, und auch das Gewicht ihres bisherigen Lebens.

„Ältere Liebende erleben mehr Hindernisse als junge. Die Kinder mischen sich ein. Man hat einige Beziehungen hinter sich und will nicht dasselbe nochmal erleben“, sagte Regisseur Kanwal Sethi vor kurzem bei der Tübinger Preview seines Films. Und dann sind da noch die sozialen und wirtschaftlichen Trennlinien zwischen der verwitweten Restaurantbesitzerin und dem wohlhabenden Erfolgsschauspieler. Solche Beobachtungen lässt der Regisseur eher beiläufig einfließen. Sein Film zeigt ein Indien jenseits von Bollywood und von märchenhaften Aufstiegsgeschichten à la „Slumdog Millionär“. Doch es bleibt unübersehbar, wie sehr Tara um ihre Existenz kämpfen muss, obwohl sie ein gutgehendes Lokal führt.

Ebenso sehr wie um Liebe und Sehnsucht geht es dem Film um die endemisch gewordene Einsamkeit – auch von Menschen, die scheinbar bestens sozial integriert und beruflich erfolgreich sind wie Tara und Amar. Auch sie machen die paradoxe Erfahrung, dass moderne Kommunikationsmittel zwar scheinbar Vertrautheit herstellen, das vermeintliche Einverständnis einer realen Begegnung aber nicht ohne weiteres standhält.

In Indien war die verhaltene Liebesgeschichte mit den atmosphärisch starken Bildern der nächtlichen Großstadt ein Kino-Hit. Hierzulande bringt der Tübinger Arsenal Filmverleih den Film in die Kinos. In der deutschen Fassung leiht Eva Mattes (vormals bei Fassbinder, zuletzt „Tatort“) der sympathischen Köchin ihre Stimme.

Führt auf berührende Weise vor, wie sich auch bei erfahrenen Liebenden Sehnsucht und Einsamkeit in die Quere kommen.

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Erstellt:
14. Mai 2019, 07:04 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2019, 07:04 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 07:04 Uhr

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