Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Love After Love

Love After Love

Nach dem Krebstod des Ehemanns und Vaters Glenn versucht seine Familie wieder zum emotionalen Gleichgewicht zurückzufinden.

Love After Love
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

USA 2017

Regie: Russel Harbaugh
Mit: Andie MacDowell, Chris O'Dowd, Gareth Williams

93 Min. - ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
29.07.2019

Von Madeleine Wegner

Ein Lebensabschnitt geht zu Ende. Das warme Herbstlicht ergießt sich über den parkähnlichen Garten, welke Blätter und kahle Bäume künden vom Abschied. Drinnen sitzt Suzanne (Andie McDowell) nachdenklich am Fenster. Nach dem Tod ihres Mannes ist die Familie in dem großzügigen Haus zusammengekommen.

Doch anstatt sich gegenseitig Halt zu geben, versuchen Mutter und Söhne auf jeweils eigene Art mit der stummen Trauer umzugehen: Sie leben ihr Leben weiter, als wäre der Tod des Familienvaters und Ehemannes kein tiefgreifender Einschnitt, sondern ein selbstverständlicher und damit stiller Verlust. Suzanne geht bald mit anderen Männern aus, ihr ältester Sohn (Chris O’Dowd) taumelt in stummer Wut von einer Affäre in die nächste und der jüngere Sohn Chris (James Adomian) bekommt sein Leben als erfolgloser Schriftsteller ohnehin nicht auf die Reihe.

„Love After Love“ ist das Langfilm-Debüt des US-amerikanischen Regisseurs und Drehbuchautors Russel Harbaugh. In sprunghaften, geradezu zusammenhanglos wirkenden Episoden gibt er einen Einblick in eine Familie, die mit ihrer Trauer nicht umgehen kann.

Ästhetisch wirkt das Drama wie eine Reminiszenz an die 90er Jahre (Kamera: Chris Teague). Dazu gehört auch Andie McDowell, die in jener Zeit mit Filmen wie „Täglich grüßt das Murmeltier“ und „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ große Erfolge feierte. In Harbaughs Drama fügt sie sich als Protagonistin gut in das übrige Ensemble ein, ihre Rolle füllt sie jedoch überwiegend routiniert mit den üblichen Griffen in die Schauspiel-Trickkiste. Es ist ein weiteres Manko des Films, dass sie sich als Witwe Suzanne, nicht zu erkennen gibt.

Die anderen Charaktere schaffen es kaum, das Interesse des Zuschauers zu wecken. Nicht zuletzt liegt das auch an den schwachen Dialogen. So gewinnt man am Ende den Eindruck, Harbaughs Botschaft sei simpel: Ob den Tod oder das Leben – einen Grund zum gemeinsamen Essen im Kreis der Lieben gibt es immer.

Angestrengt wirkender Versuch, die Unfähigkeit einer Familie zu trauern in sprunghaften Bildern widerzugeben.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Juli 2019, 19:30 Uhr
Aktualisiert:
29. Juli 2019, 19:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2019, 19:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+