Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Laible und Frisch - Do goht dr Doig

Laible und Frisch - Do goht dr Doig

Laible und Frisch auf der Kinoleinwand: Großbäcker Manfred Frisch gefährdet mit Gratisaktionen den Familienbetrieb von Walter Laible.

Laible und Frisch: Do goht dr doig
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Deutschland 2017

Regie: Michael Rösel
Mit: Simon Licht, Winfried Wagner, Ulrike Barthruff

89 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
28.12.2017

Von Dieter Oßwald

„Ich lass mr von nix ond niemand des Maul verbieda.“ Eine klare Ansage von Bäckermeister Laible auf dem Marktplatz von Schafferdingen (wie Bad Urach im Film heißt). Gerade hat ihm sein ewiger Rivale, der Großbäcker Frisch, seinen kleinen Familienbetrieb abgeknöpft. „Gier verdirbt. Handwerk stirbt!“ protestiert der alteingesessene Brezel-Macher mit einer Pauke auf dem Marktplatz. Vergeblich. Der rücksichtslose Rivale verspricht dem Dorf ein neues Werk sowie 300 Arbeitsplätze. Kleine Geschenke erhalten zudem die Freundschaft zu den Lokalpolitikern.

Doch plötzlich steht der clevere Geschäftsmann Frisch selbst vor dem Ruin. Eine enttäuschte Ex namens Kassandra will sich nach 25 Jahren endlich für den einstigen Liebesentzug rächen. Erst zieht sie den ahnungslosen Großbäcker im Spielcasino über den Tisch. Dann will sie dessen Betrieb mit Hilfe von drei finanzkräftigen Investoren übernehmen. Für Frisch bleibt nur eine Lösung, um das Fiasko abzuwenden: Er muss das angereiste Heuschrecken-Trio abschrecken.  

Was die Story betrifft, geht es, zugegeben, schwäbisch sparsam zu. Aber welche Heimat-Komödie braucht schon großartig eine Handlung, wenn sie solche grandiosen Helden hat? Schräge Figuren der liebenswerten Art können sich gefahrlos durch jedes Klischee-Gestrüpp bewegen, ohne dass es peinlich wirkt. Das bestens aufgelegte Ensemble hat, wie schon in der TV-Serie, sichtlich Spaß. Winfried Wagner und Simon Licht sind auch auf der großen Leinwand die ziemlich besten Bäcker-Feinde.

Umwerfend komisch geraten die Auftritte der 92-jährigen Trudel Wulle, die mit trockenem Humor per Funk dem unbeholfenen Verschwörer-Trio die nötigen Handlungs-Anweisungen beim Versteckspiel im Luxushotel gibt. Ihr Gatte Walter Schultheiß, 93, gibt sich als schwäbisches Schauspiel-Urgestein gleichfalls die Ehre in bewährter Bruddler-Manier. Für Aha-Effekte für das südwestdeutsche Publikum sorgen Gastauftritte der SWR-Moderatoren Sonja Faber-Schrecklein und Hansy Vogt oder des Comedian Dodokay alias Dominik Kuhn.

Der Schwabenstreich ums Back-Handwerk ging im Fernsehen (mit bis zu 900 000 Zuschauern pro Folge) und als Theaterstück (mit 40 000 Besuchern) wie geschnitten Brot. Für die Kino-Variante griffen selbst sparsame Fans in den Geldbeutel und brachten per Crowd-Funding die noch fehlenden 50 000 Euro zusammen. Mit einem Publikumserfolg dürfte zu rechnen sein.

Die sparsame Story ist egal – der Film macht viel Spaß mit schrägen Schwabentypen. Man muss es halt mögen.

Zum Artikel

Erstellt:
28. Dezember 2017, 12:20 Uhr
Aktualisiert:
28. Dezember 2017, 12:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2017, 12:20 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+