Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

In the Middle of the River

In the Middle of the River

Drama um einen Irakkriegs-Veteranen, der seinen Großvater des Mordes verdächtigt und ihn deshalb umbringen will.

In The Middle Of The River
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

USA, Deutschland 2018

Regie: Damian John Harper
Mit: Eric Hunter, Max Thayer, Nikki Lowe

114 Min. - ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
15.08.2018

Von Madeleine Wegner

Über dem San Juan River steigt Dunst auf. Er streut das weiche Licht der Morgensonne. Unter dem Dunst fließt unablässig der Strom. Er teilt das Land. „Auf dieser Seite des Flusses kommen die Bullen noch, wenn man sie ruft“, sagt Dana (Nikki Lowe). Der Mann, der sie vor einiger Zeit vergewaltigt hat, ist immer noch auf freiem Fuß. Der Alltag hier, in diesem Kaff in New Mexico, an der Grenze zu einem Reservat, ist von Gewalt geprägt und von Rassismus. Es ist die Heimat des jungen Irakkriegs-Veteranen Gabriel (Eric Hunter). Gabriel schimpft über „Obamacare“ und wirft sich eine weitere Handvoll Pillen ein. Er ist zu seiner Familie zurückgekehrt, um den Mörder seiner Zwillingsschwester zu finden – und verdächtigt bald den Großvater Laurence (Max Thayer).

Hatte Damian John Harper (Regie und Drehbuch) sein Debüt noch in Mexiko („Los Ángeles“) verortet, so nimmt er nun mit dokumentarischem Gestus sein eigenes Land unter die Lupe. Eine zittrige, gehetzte Handkamera (Bogumil Godfrejow) kommt den Akteuren – überwiegend Laiendarsteller – beklemmend nah. Und es gibt nur wenige Momente, in denen Kamera und auch Geschichte für ein paar Atemzüge zur Ruhe kommen. Kein Wunder, dreht sie sich doch im Gleichtakt dieser alltäglichen, sich immer wieder aufs neue zuspitzenden Spirale von Gewalt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. In diesem Teil Amerikas herrscht ständig Krieg. „Dieser ganze Ort ist ein Kriegsgebiet, wie dein Vietnam und mein Irak“, sagt Gabriel zu seinem Großvater, „nur schlimmer, weil es unser Zuhause ist.“

Zeichnet mit dokumentarischem Gestus das düstere, gewaltreiche Gegenbild zum großen amerikanischen Traum.

Zum Artikel

Erstellt:
15. August 2018, 16:20 Uhr
Aktualisiert:
15. August 2018, 16:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. August 2018, 16:20 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+