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Hard Powder

Hard Powder

In großartig verschneiter Landschaft rächt sich Liam Neeson bitterböse an den Mördern seines Sohnes.

Hard Powder
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Cold Pursuit
Großbritannien 2019

Regie: Hans Petter Moland
Mit: Liam Neeson, Tom Bateman, Tom Jackson

119 Min. - ab 16 Jahren

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27.02.2019

Von Madeleine Wegner

In manchen Filmen werden die Schauspieler im Abspann in der Reihenfolge ihres Auftretens genannt. Im Abspann von „Hard Powder“ erfolgt die Reihung der Namen nach deren Ableben im Film. In dieser Sortierung können nahezu alle Schauspieler untergebracht werden, dann am Schluss dieses Thrillers gibt es praktisch keine Überlebenden. Einige wenige scheiden dahin, weil sie sich opfern, um Schlimmeres zu verhüten.

Andere kommen eher versehentlich, aber nicht minder blutig ums Leben. Die meisten aber sind Opfer eines Rachefeldzugs, zu dem Nels Coxman (Liam Neeson) aufbricht, nachdem sein Sohn von einem Drogendealer ermordet wurde. Das Leben des bis dahin unbescholtenen Schneepflugfahrers in einer Kleinstadt in den Rocky Mountains gerät ob dieses Verlustes völlig aus dem Gleichgewicht. Eben noch zum „Bürger des Jahres“ ernannt, knöpft er sich jetzt voller Wut und Brutalität jeden vor, der irgendwie mit dem Drogenkartell zu tun hat. Kollateralschäden nimmt er dabei in Kauf, ohne mit der Wimper zu zucken.

„Hard Powder“ ist eine Hollywood-Neuverfilmung des 2014 in die Kinos gekommenen norwegischen Films „Einer nach dem anderen“. Regie führt wie im Original der Norweger Hans Petter Moland. Und wieder zeigt er das Gemetzel höchst lakonisch als aberwitzige Abfolge von Zwangshandlungen der Beteiligten. Die sind allesamt, wenn auch auf unterschiedliche Weise, skurrile und vom Leben beschädigte Menschen. Der schmierige und spießige Drogenboss (grandios: Tom Bateman), der esoterische und ebenfalls ins Verbrechen verstrickte Indianerhäuptling, die heillos überforderten Kleinstadt-Polizisten: Alle tragen sie dazu bei, dass die Eskalation sich bis ins Absurde steigert. Immer wieder gewinnt dabei das Surreale die Oberhand. Der Kontrast zwischen den teils atemberaubenden Aufnahmen einer paradiesischen Schneelandschaft und den blutigen Verbrechen verstärkt dies noch. Einen Sinn würde man in diesem Plot ebenso vergeblich suchen wie Nels Coxman einen Inhalt im Abschiedsbrief seiner Frau. Seinen Namen hat sie ein letztes Mal auf den Umschlag geschrieben, darin befindet sich nur eine leere Karte. Es gibt nichts mehr zu besprechen.

Wer mit menschlichen Abgründen und schwarzem Humor etwas anfangen kann, kommt hier auf seine Kosten.

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Erstellt:
27. Februar 2019, 19:53 Uhr
Aktualisiert:
27. Februar 2019, 19:53 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2019, 19:53 Uhr

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