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ES: Kapitel 2

ES: Kapitel 2

In der Horror-Fortsetzung sind die Kinder, die das Monster besiegt hatten, erwachsen. Doch ihre Heimatstadt wird nach 27 Jahren erneut von einer Mordserie heimgesucht.

ES Kapitel 2
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It Chapter Two
USA 2019

Regie: Andy Muschietti
Mit: Bill Skarsgård, James McAvoy, Jessica Chastain

170 Min. - ab 16 Jahren

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03.09.2019

Von Dorothee Hermann

Die Kleinstadt Derry im US-Bundesstaat Maine ist auf den ersten Blick ein kuscheliger Ort. Nachdem die Kids vom Club der Verlierer den mordenden Horrorclown Pennywise vor Jahren erfolgreich zur Strecke gebracht haben, dürfte eigentlich nichts den ländlichen Frieden stören. Doch scheinbar aus dem Nichts bricht der Hass wieder auf. Bemerkenswerterweise verkörpert nicht ausschließlich der sadistische Spaßmacher (wieder supergruselig: Bill Skarsgård) mit den übernatürlichen Fähigkeiten das Böse, sondern allerlei Einwohner der Kleinstadt ebenso, und zwar nicht nur der aus Teil 1 bekannte Irre mit dem Messer.

Die neuerlichen Morde gehen Bibliothekar Mike (Isaiah Mustafa) an die Nieren. Er ruft seine alten Kumpel vom Club der Verlierer zu Hilfe. Die trifft der Anruf in ihrem neuen Leben in weit entfernten Großstädten wie ein Schock. Prompt versagt Showmaster Richie (Bill Hader) auf der Bühne. Beverly (Jessica Chastain) muss vor dem Aufbruch ins Ungewisse eine letzte Prügelattacke ihres gewalttätigen Mannes ertragen.

Die Kamera (Checco Varese) liefert bestechende Bilder, aufgeladen mit düsteren Vorahnungen. Diese Subtilität hält sich leider nicht durch. Je näher die entscheidende Konfrontation mit dem Bösen rückt, desto pfadfinderhafter geht es zu. Zeigen die Geisterbahn-Effekte auf dem Rummelplatz, einem Rückzugsort des Horrorclowns, noch viel eiskalte Brillanz, wird das Finale mit Gimmicks aus der Trickkiste des interplanetaren Sci-Fi-Kinos aufgepeppt.

Vor allem in den ersten beiden Dritteln liefert US-Regisseur Andy Muschietti grandiose, durchschlagende Schocker-Momente. Die werden meist gleich mehrfach befeuert durch Schreckensphantasien, frühere Traumatisierungen und reale Verbrechen. Als hübsches Schmankerl für Fans hat der Urheber des Grusel-Settings, Horror-Erfolgsautor Stephen King, einen Gastauftritt als grummelnder Altwarenhändler.

Als Lerneffekt bleibt, dass das Grauen kein Monster braucht, sondern Menschen von ihresgleichen zugefügt wird. Wie leicht der Hass in mörderische Gewalt umschlägt, ist eine beklemmend aktuelle Botschaft.

Überzeugend gruselige Wiederbelebung des Kleinstadt-Horrorclowns, leider mit schwächelndem Finale.

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Erstellt:
3. September 2019, 15:37 Uhr
Aktualisiert:
3. September 2019, 15:37 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. September 2019, 15:37 Uhr

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