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Dieses bescheuerte Herz

Dieses bescheuerte Herz

Elyas M’Barek als reiches Papa-Söhnchen muss sich plötzlich um einen 15-jährigen todkranken Jungen kümmern.

Dieses bescheuerte Herz
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Deutschland 2017

Regie: Marc Rothermund
Mit: Elyas M'Barek, Philip Noah Schwarz, Nadine Wrietz

106 Min. - ab 0 Jahren

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18.12.2017

Von Madeleine Wegner

Lenny (Elyas M’Barek) trinkt und kokst mit der jungen Münchner Schickeria nachts im Club, anschließend zahlt er großzügig mit Papis Kreditkarte. Denn der hat als Herzspezialist laut Lenny sowieso keine Zeit, das ganze Geld auszugeben. Doch nachdem der Studienabbrecher nach einer dieser Partynächte den Audi R8 im Pool parkt, dreht Papa den Geldhahn zu. Und er zwingt so seinen Sohn, der noch nie eine Sache zu Ende gebracht habe, sich um den herzkranken 15-jährigen David (Philip Noah Schwarz) zu kümmern, der seine tristen Tage strickend im Kinderhospiz verbringt.

Marc Rothermund ließ sich für seinen Film „Dieses bescheuerte Herz“ vom gleichnamigen Buch und Bestseller des herzkranken Jugendlichen Daniel Meyer inspirieren. Darin listet der 15-Jährige all die Sachen auf, die er noch machen will. Und auch er hat einen „großen Bruder“, der ihm diese Wünsche erfüllt. So werden – wieder dank Papas Kreditkarte – auch Davids Wünsche war. Er möchte Sportwagen fahren, coole Klamotten tragen, ein Mädchen nackt sehen und sich verlieben.

Sicher wird Elyas M‘Barek seine Fans in die Kinos ziehen. Doch diese prominente Besetzung und das Drehbuch drängen den Protagonisten David in den Hintergrund. Die Geschichte bleibt flach und vorhersehbar. Leben, als gäbe es kein Morgen – das ist das Motto der beiden Freunde. Für David, weil er nicht weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Lenny hingegen lebt schon immer so, weil er sich keine Gedanken um seine Zukunft machen will. Besonders einfallsreich ist diese Konstellation nicht: der verantwortungslose Lebemann, der in die Nacht hineinlebt und durch die Freundschaft zu einem todkranken Jungen das Leben ernstzunehmen lernt. Durchaus überzeugend hingegen ist Nadine Wrietz als Mutter Betty auf dem Drahtseil zwischen Liebe, Hoffnung und Verzweiflung.

Einfallslos. Schade, dass der 15-jährige herzkranke Protagonist in den Hintergrund gedrängt wird.

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Erstellt:
18. Dezember 2017, 19:08 Uhr
Aktualisiert:
18. Dezember 2017, 19:08 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2017, 19:08 Uhr

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