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Diego Maradona

Diego Maradona

Dokumentation über Aufstieg und Fall der Fußball-Ikone Diego Maradona.

Diego Maradona
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Großbritannien 2019

Regie: Asif Kapadia


130 Min.

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03.09.2019

Von Madeleine Wegner

Mit Diego gehe ich überall hin, mit Maradona nicht einen Schritt“, sagt Personal-Trainer Fernando Signorini über den Mann, mit dem er so viel Zeit auf dem Platz verbringt. In seinem neuen Dokumentarfilm versucht der oscarprämierte Regisseur Asif Kapadia, der für seine komplexen Portraits bekannt ist („Amy“), dem Phänomen Diego Maradona auf den Grund zu gehen.

Damit ist er nicht der erste Filmemacher. Doch Kapadia hatte für seinen Film Zugriff auf 500 Stunden unveröffentlichtes Fimmaterial aus Maradonas persönlichem Archiv. Der Regisseur war dem Star jahrelang hinterhergereist und hatte mehrere stundenlange Interviews mit ihm geführt. Ausschnitte daraus sind aus dem Off des Films zu hören. Auch Maradonas Ex-

Frau Claudia Villafañe und andere Wegbegleiter kommen zu Wort. „Diego Maradona“ feierte Weltpremiere in Cannes.

Es ist dem britischen Regisseur gelungen, die Licht- und Schattenseiten einer Ikone einzufangen, und so ein komplexes Bild zu entwerfen. Es macht Spaß, die legendären Fußball-Szenen von damals zu sehen: das WM-Viertelfinale, in dem Maradona mit zwei unglaublichen Toren 1986 – nur wenige Jahre nach dem Falklandkrieg – Argentinien zum Sieg gegen England verhalf oder auch das WM-Finale gegen Deutschland. Zudem ist es immer noch unglaublich, zu welcher Begeisterung dieser Fußballer die Menschen (vor allem in Neapel) hinreißen konnte, aber auch: wie tief sein Fall war. All das spart Kapadia nicht aus. Er zeigt die Verbindungen zum Camorra-Clan; wie Maradona immer tiefer in die Drogenabhängigkeit rutschte; wie er seinen unehelichen Sohn Jahrzehnte lang verleugnete.

Als eine Erklärung dient die große Last, die Maradona zu tragen hatte: Seit seinem 15. Lebenjahr war er als Profi-Fußballer der Versorger seiner Familie.

Trotz dieser Hintergrundinformationen bietet der über zweistündige Dokumentarfilm kaum wesentliche Neuigkeiten. Vielmehr entwirft er ein möglichst komplexes [Textbaustein: ae0] Bild eines Menschen, der sich selbst als Kämpfer und als ein „dreckiger Arbeiterjunge aus den Slums“ bezeichnete.

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Erstellt:
3. September 2019, 15:33 Uhr
Aktualisiert:
3. September 2019, 15:33 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. September 2019, 15:33 Uhr

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