Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Das schönste Mädchen der Welt

Das schönste Mädchen der Welt

Der sensible Außenseiter Cyril versucht verzweifelt, das beliebteste Mädchen der Schule für sich zu gewinnen.

Das schönste Mädchen der Welt
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Deutschland 2018

Regie: Aron Lehmann
Mit: Luna Wedler, Aaron Hilmer, Damian Hardung

103 Min. - ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
04.09.2018

Von Madeleine Wegner

Wenn nur nicht diese Nase wäre! Dieses Problem quälte schon vor über hundert Jahren Cyrano de Bergerac. Wegen seiner riesigen Nase traute er sich nicht, der angebeteten Roxane seine Liebe zu gestehen. Stattdessen schrieb er ihr im Namen eines anderen Verehrers Liebesbriefe.

Mit seinem Film „Das schönste Mädchen der Welt“ hat Aron Lehmann den Stoff des Versdramas von Edmond Rostand in die Gegenwart geholt. Hier ist es Cyril, der mit seinem Riesen-Zinken hadert. An seiner Schule hat er keine Freunde und wird seit Jahren gemobbt. Kein Wunder, dass Cyril überhaupt keinen Bock auf die Klassenfahrt nach Berlin hat.

Doch dann steigt überraschend Roxane, die sich Roxy nennt, in den Bus ein. Nachdem sie von ihrer letzten Schule geflogen ist, kommt sie neu in die Klasse und soll gleich mit auf Klassenfahrt. Sie ist schlagfertig, interessant, souverän und wunderschön – damit hat sie sofort die Aufmerksamkeit aller auf sich. Sie verliebt sich in den unterbelichteten Möchtegern-Künstler Rick. Doch auch Benno hat es auf Roxy abgesehen. Er weiß, wie er jedes Mädchen rumkriegt und will Roxy als weitere Trophäe. Um das zu verhindern, schreibt Cyril im Namen von Rick Liebeslieder für Roxy. Denn was kaum einer ahnt: Cyril ist nicht nur gebildet und einfühlsam, sondern er kann auch verdammt gut texten und rappen.

Und das ist es auch, was an diesem Film besonders viel Spaß macht: schlagfertige Dialoge, großartige Battle-Raps mit teilweise ausgesprochen witzigen Diss-Attacken. Schade ist nur, dass manche Charaktere so überzeichnet sind, so sie an Glaubwürdigkeit einbüßen – etwa der dumme Rick. Amüsant hingegen mitzuerleben sind Heike Makatsch in der Rolle der Klassenlehrerin und Anke Engelke als Cyrils Mutter. Nur der mütterliche Vortrag über unvergängliche innere Schönheit ist komplett überflüssig (Drehbuch: Judy Horney und Lars Kraume) – die Moral der Geschichte wäre auch so deutlich geworden.

Gelungener Teenager-Film mit Witz und Romantik. Taugt auch für alle, die einen Abstecher in die Jugend machen wollen.

Zum Artikel

Erstellt:
4. September 2018, 23:33 Uhr
Aktualisiert:
4. September 2018, 23:33 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. September 2018, 23:33 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+