Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Das geheime Leben der Bäume

Das geheime Leben der Bäume

Dokumentarfilm über den deutschen Wald und Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Förster Peter Wohlleben.

Das geheime Leben der Bäume
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Deutschland 2019

Regie: Jörg Adolph, Jan Haft


101 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating
Film bewerten
rating rating rating rating rating
29.01.2020

Von Madeleine Wegner

Mit seinem zwölften Buch „Das geheime Leben der Bäume“ landete der Förster Peter Wohlleben im Jahr 2015 einen Bestseller. Kein anderer habe vorher so über den Wald geschrieben, schwärmten seine Fans. Das Buch sei nicht mehr als ein Konglomerat von Halbwahrheiten, selektiv ausgewählten Quellen und Wunschdenken, sagten die Kritiker. Wohllebens ebenso umstrittenes wie erfolgreiches Buch haben Jörg Adolph („Elternschule“) und Jan Haft („Die Wiese. Ein Paradies nebenan“) nun unter dem gleichem Titel verfilmt.

Doch beeindruckende Naturaufnahmen gibt es nur wenige in diesem Film. Stattdessen: Wohlleben zu Gast in Talkshows, Wohlleben in Kanada, Wohlleben beim Protest im Hambacher Forst, Wohlleben bei einem Seminar seiner „Waldakademie“, Wohlleben im Fernsehen, Wohlleben im Radio und – ein Bild, das man am liebsten gleich wieder vergessen möchte – Wohlleben in der Badewanne. Kurz gefasst: zu viel Wohlleben, zu wenig Wald.

Adolph und Haft geht es offensichtlich weniger um den Inhalt des Buches. Vielmehr gerät ihr Dokumentarfilm zu einem oberflächlichen Porträt des Autors. Wissen über den Wald gibt es in überschaubaren Brocken, die gehen über einige von Wohlleben selbst bei Interviews oder Waldführungen hingeworfene Stichworte kaum hinaus. Nicht der Wald steht somit im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilms, sondern „Deutschlands bekanntester Förster“, wie er immer wieder genannt wird.

Meditativ und eigenwillig spektakulär sind allein die wenigen Zeitraffer-Aufnahmen, die Keimlinge und Pilze beim Wachsen zeigen. Darüber hinaus ist ein Großteil des Films nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch enttäuschend umgesetzt: Das Buch wird tatsächlich abgefilmt, um den Film in die entsprechenden Kapitel zu unterteilen.

Andere sich wiederholende Szenen blenden auf der einen Hälfte der Leinwand das Handy-Display von Wohlleben ein, während man ihm selbst in der anderen Hälfte dabei zusehen kann, wie er ein neues Selfie-Video dreht.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Januar 2020, 11:42 Uhr
Aktualisiert:
29. Januar 2020, 11:42 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2020, 11:42 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+