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Lautstarke Rock-Woche

franz.K unterbricht die Sommerpause mit drei Konzert-Highlights

Kurz vor dem Umbau schlägt das Reutlinger franz.K nochmal laute Töne an: Drei Knaller aus Übersee – von Sepultura über Nations Afire bis zu Giant Giant Sand – lassen das Sommerloch vergessen.

15.08.2012

Reutlingen. Sie arbeiten mit drei Akkorden, auf denen alles ruht. Sie machen einen brachialen Job, seit über 27 Jahren schon: mit einem schroffen Dampfhammer-Sound, einer Stimme wie ein Gorilla auf Valium und Gitarrenriffs, die nie länger sind als die Zeitspanne, in der man eine Bierflasche köpft. Die Rede ist von der brasilianischen Metal-Legende Sepultura, die normalerweise Stadien füllen und als Headliner für große Festivals gebucht werden. Doch am 15. August kommen die Trash-Heroen aus Belo Horizonte nach Reutlingen: „Diese Chance konnten wir uns nicht entgehen lassen“, sagt Geschäftsführer Andreas Roth, „die Konzertagentur Radio Clash Entertainment kam auf uns zu und fragte, ob sie Sepultura bei uns präsentieren können“. Metal-Fans können sich auf einen Düsenjäger-Sound freuen, wie ihn das franz.K selten erlebt hat.

Insgesamt vier Krachmacher-Bands werden an diesem Abend die Bühne entern: Ab 20 Uhr spielen die Stuttgarter King Chrome einen Mix aus Metal, Stoner-Rock und Southern Rock. Ebenfalls dem Metal und Hardcore hat sich die zweite Gruppe No End in Sight verschrieben, und nicht weniger lautstark geht es bei den Brandenburgern von We Butter The Bread With Butter (WBTBWB) zu, bevor gegen 22.30 Uhr Sepultura ihr Metal-Feuerwerk zünden. Das Motto ist Programm: „Play it loud, really loud“ – und Holger Kesten prophezeit „einen unvergesslichen Abend“.

Noch selten gaben sich im franz.K innerhalb einer Woche so bekannte Rockgruppen die Klinke in die Hand – und das auch noch mitten in der Sommerpause während der konzertfreien Saure-Gurken-Zeit.

Denn einen Tag nach dem Sepultura-Konzert geben sich die 2009 formierten Nations Afire die Ehre. Das Quintett aus Los Angeles ist als Band nicht einmal so bekannt, aber die Namen der Bandmitglieder haben es in sich: Während Chris Chasse unter anderem bei den Hardcore-Helden von Rise Against die Gitarre malträtierte, sind Sänger Nik Hill und Bassist Brett Rasmussen bei den Brachial-Rockern von Ignite tätig. Zudem trommelte Todd Henning auf drei Alben von Death of Stereo mit.

Das Seitenprojekt jener Hardcore-Legenden stellt am 18. August ihr unlängst veröffentlichtes Debütalbum vor, das in der internationalen Presse mit Lobeshymnen überschüttet wird. Vor-Band ist die Tübinger Punk-Hoffnung Stereo Dynamite, die mittlerweile auch schon größere Säle füllt.

Für Liebhaber anspruchsvoller Tex-Mex-Klänge folgt das Highlight zum Abschluss der Woche: Giant Giant Sand, die XXL-Variante von Howe Gelbs Wüstenrock-Legende Giant Sand kommt am 18. August mit zwölf Musikern ins franz.K, um ihre neues, als Rockoper konzipiertes Album vorzustellen.

Für viele sind Giant Sand seit Jahrzehnten die wahren Erfinder des Wüstenrocks, die coolsten Kojoten, die je eine amerikanische Wüste betreten haben. Brian Lopez, ein weiterer Musiker aus der Wüstenstadt Tucson, eröffnet den Abend. Einen Tag später startet das franz.K den Umbau der Bühne und öffnet erst wieder am 6. September. Nach Fertigstellung der variablen Bühne werden dann bei Bedarf 50 weitere Sitzplätze zur Verfügung stehen.Jürgen Spieß

Mittwoch, 15. August, 20 Uhr: Sepultura (Brasilien), We Butter The Bread With Butter, King Chrome, No End in Sight

Donnerstag, 16. August, 20.30 Uhr: Nations Afire (Los Angeles/USA), Stereo Dynamite (Tübingen)

Samstag, 18. August, 20.30 Uhr: Giant Giant Sand (USA), Brian Lopez (Tucson / USA).

franz.K unterbricht die Sommerpause mit drei Konzert-Highlights
Veranstalter Holger Kesten (links) und franz.K-Geschäftsführer Andreas Roth. Bild: Spieß

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15.08.2012, 12:00 Uhr
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