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Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren

Peter Kurth spielt einen Haftentlassenen, der neu anfangen will, aber von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

Zwischen den Jahren

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Deutschland 2016

Regie: Lars Henning
Mit: Peter Kurth, Karl Markovics, Catrin Striebeck

96 Min. - ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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01.01.2017
  • Klaus-Peter Eichele

Die Geschichte ist ein Kinoklassiker. Ein Gewalttäter wird aus dem Gefängnis entlassen, will fortan rechtschaffen bleiben, aber man lässt ihn nicht.

Im vorliegenden Fall geht es um Becker (Peter Kurth), der vor 18 Jahren als Mitglied einer Rockerbande eine Frau und deren kleines Kind ermordet hat. Der Knast hat aus ihm einen verschlossenen, misstrauischen Kerl gemacht – aber auch einen, der mit seiner Brutalo-Vergangenheit nichts mehr zu tun haben will.

Das scheint sich zunächst auszuzahlen: Nach seiner Entlassung bekommt Becker einen Job als Wachmann und gewinnt, nachdem er einen sexuellen Übergriff von deren schmierigem Chef unterbunden hat, die Zuneigung einer allein erziehenden Mutter.

Dann der Schock: Auf offener Straße wird er von einem Auto attackiert. Über den Täter muss nicht lange gerätselt werden: Es ist der Mann, dessen Frau und Tochter Becker einst umgebracht hat. Dieser Dahlmann (Karl Markovics) ist seit der Bluttat ein psychisches Wrack – und lässt keinen Zweifel daran, dass er dem Schuldigen auch fortan das Leben zur Hölle machen wird. Dass Becker für seinen Tat gebüßt hat und mit dem Verbrecher von einst nur noch den Namen gemein hat, interessiert ihn nicht.

Der deutsche Nachwuchsregisseur Lars Henning fährt in seinem erstaunlich stilsicheren Kinodebüt zweigleisig. Über weite Strecken ist der Film ein Drama, das Beckers Rückkehr ins normale Leben auf ihre sozialen, psychologischen und (rechts-)philosophischen Aspekte abklopft. Dazwischen schieben sich Elemente eines Rachethrillers, der aber, was selten vorkommt, die Perspektive des Opfers der Vergeltung einnimmt.

Verklammert werden die beiden Sphären durch das intensive Spiel des Stuttgarter Theater-Cracks Peter Kurth und einer Bildsprache, die der tristen Stadtrand-Landschaft, in dem sich die Geschichte zuträgt, eine kinogerechte Noir-Atmosphäre abringt.

 

Ex-Verbrecher wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Olle Kamelle, originell aufbereitet.

Spielplan

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01.01.2017, 10:05 Uhr

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17.03.2017

21:47 Uhr

Elli Emann schrieb:

Ein bemerkenswertes Regiedebut von Lars Henning. Herausragend Peter Kurth, aber auch Karl Markovics überzeugt.. Es geht um Reue und Rache, aber auch darum, dass "lebenslängleich" letztendlich beide Beteiligten einer Straftat betrifft. Schade, dass das intellektuelle(?) Tübinger Publikum den Film (noch) nicht zu goutieren scheint: in der Freitag-Vorstellung waren drei(!) Personen.



 
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...  Der beste Film, den ich seit langem gesehen habe: Unterschiedliche Protagonisten versuchen jeder auf seine Art, sich durch das Menschenaffentum zu schlagen. Sie tun das mit Witz, Einfallsreichtum und Zusammenhalt. Zunächst will ihnen das auch gelingen, dann werden Ihnen doch zu viele Steine in den Weg gelegt. Die Aufnahmen der einzelnen Szenen sind grandios, die Musik ist spitze, und die Handlung ist bitter-böse-humorvoll. Gut fand ich die Szene, als der Typ bei der Polizei sitzt und die seine Finger anbscannen und seine Hand in einen Scanner legen. Und dann das Geräusch von diesem absurden Gerät in die Stille des Kinosaals hinein, super! Oder der Bulle, dessen Finger wie eine blinde Krähe über der Tastatur kreist, bevor sie dann gnadenlos zuschlägt
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