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Artenarroganz

Zur Jahrgangsweinprobe in Unterjesingen

170 Gäste ließen sich in Unterjesingen Wein und Wild schmecken.

03.05.2011

Das Ausbeutungsverhältnis des Menschen gegenüber anderen Tieren und die Ideologie, mit der es legitimiert wird, ist noch so selbstverständlich, dass man den menschlichen Chauvinismus, den hemmungslosen Artegoismus und die Gewaltideologie, die Tiere der Verdinglichung, Verachtung und Ausbeutung ausliefern, nahezu täglich druckfrisch am Frühstückstisch serviert bekommt, wenn man nur die Lokalzeitung aufschlägt.

Im TAGBLATT vom 12. April etwa wird im Artikel über die Unterjesinger Jahrgangsweinprobe, der den euphemistischen Titel „Wein und Wild in trauter Harmonie“ trägt, Klaus Teufel, Vorsitzender des Unterjesinger Obstbauvereins, zitiert. „Wild“ – das sind nach Jagdrecht „jagdbare wild lebende Tiere“. Sechs Millionen von ihnen metzeln die Grünröcke (…) jährlich in der BRD. Hinzu kommen 30 000 Hunde und 400 000 Katzen, für deren Tod die Jäger nach eigenen Angaben verantwortlich sind. Teufel jedenfalls sagt: „So haben wir das Wild am liebsten, wenn’s auf dem Teller liegt“.

Hoch entwickelte Tiere mit komplexem Sozialleben werden als „Plage“ verächtlich gemacht, damit man sie verdinglichen, zerstückeln und sich einverleiben kann. So drückt sich der pure Speziesismus aus – die „Artenarroganz“ von Menschen, durch welche die Ausbeutung bestimmter Tierarten für legitim erklärt wird. Wie andere Ideologien, die Ausbeutung rechtfertigen, ist er durch die Wissenschaft widerlegt – „unhaltbar“, so Volker Sommer, Prof. für evolutionäre Anthropologie am Londoner University College.

Daniel Slane, Antispeziesistische Aktion Tübingen, Kirchentellinsfurt

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03.05.2011, 12:00 Uhr
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